Lokführer: Keine Verhandlungen mit der Bahn
Friday, August 3rd, 2007Die Lokführergewerkschaft GDL hat heute ein Angebot der Deutschen Bahn zu weiteren Verhandlungen abgelehnt. Die Bahn hatte die GDL für Sonntag zu einem Spitzengespräch eingeladen. Gegenüber dem Spiegel verkündte Bahnchef Mehdorn "Wir werden der GDL ein neues und verbessertes Angebot unterbreiten." Allerdings betonte Mehdorn auch, dass Angebot "Bestandteil eines DB-Gesamttarifvertags" sein werde. Damit kommt die Bahn der GDL in ihrer zentralen Forderung nach einem eigenständigen Tarifvertrag kein Stück entgegen.
Die Forderungen der GDL (31 Prozent mehr Lohn, bessere Arbeitszeitregelungen, eigener Tarifvertrag) und die Angebote der Bahn (4,5 Prozent mehr, plus eine Einmalzahlung von 600 Euro und evt. Verhandlungen über eine Neueingruppierung der Lokführer) liegen nach wie vor so weit auseinander wie Zittau und Emden. Ein Streik scheint unvermeidbar.
Gewerkschaft erwartet 'verhandlungsfähiges' Angebot bis Dienstag
"Wir erwarten von der Bahn ein verhandlungsfähiges Angebot. So wie das Spitzengespräch von Herrn Mehdorn geplant wurde, kann es keine Aussicht auf Erfolg haben", erklärte der GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell dazu. Aus dieser Basis ist die Teilnahme der GDL an einem solchen Gespräch nicht zielführend. Die GDL erwartet bis Dienstag ein verhandlungsfähiges Angebot. Dies teilte Schell Mehdorn mit.
Streiks ab Mittwoch?
Im Umkehrschluss kann man aus den Aussagen der GDL ableiten, dass es bis Dienstag keine Arbeitsniederlegungen geben wird. Da die Gewerkschaft bei den Warnstreiks der vergangenen Wochen ihre Aktionen immer mit 24 Stunden Vorlauf angekündigt hatte, kommt es nach dem derzeitigen Stand wohl erst frühestens am Mittwoch zu ersten Streiks.
