Archive for the 'verspätung' Category

Alle reden vom Wetter - die Bahn auch

Thursday, January 18th, 2007

Unwetterwarnung der Bahn

Wegen des Orkans 'Kyrill' hat die Deutsche Bahn das Höchsttempo ihrer Züge eingeschränkt. Es gilt ein Tempolimit von 200 Stundenkilometern für Fernzüge, Nahverkehrszüge dürfen nur noch mit maximal 140 Stundenkilometer verkehren.

Wie textet die Bahn so schön:

Als spurgeführtes Verkehrsmittel ist die Bahn weniger anfälllig für wetterbedingte Einflüsse als andere Verkehrsmittel, dennoch kann es aufgrund der verringerten Geschwindigkeit und Sturmschäden zu längeren Fahrzeiten kommen.

Die aktuelle Verkehrslage für alle Bahnhöfe kann minutengenau auf der Webseite
home.arcor.de/e.lauterbach/auskunft/an-ab_s.html abgerufen werden.

Einfach den gewünschten Bahnhof eingeben und schon erhält man eine Übersicht über alle Verspätungen.

Zur Zeit kommt es vor allem in der Südpfalz zu massiven Behinderungen. Aber auch zwischen Solingen und Wuppertal ist der Zugverkehr eingestellt.

Im Norden ist ein Intercity auf der Fahrt von Hamburg nach Westerland gegen einen auf den Gleisen liegenden Baumstamm gefahren. Es gab nach Angaben der Flensburger Bundespolizei keine Verletzten, sondern lediglich Sachschäden am Zug. Die Strecke war zwischen 14 und 15 Uhr gesperrt.

Regierung kneift vor Bahn

Saturday, November 18th, 2006

Verspätungsanzeige
Gerne mal zu spät - dann aber nicht zahlen wollen

Die Bundesregierung hat ihren Entwurf für eine kundenfreundliche Entschädigungsregelung zurückgezogen. Dort waren wesentliche höhere Entschädigungen für Verspätungen der Bahn vorgesehen. Schon bei 30 Minuten Verspätungsollte es eine Bar-Erstattung von 30 Prozent des Fahrpreises, 60 Prozent bei 60 Minuten und 90 Prozent bei 90 Minuten Verspätung im gesamten Bahnverkehr geben. Eine solche Regelung hätte die Bahn nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters laus Gutachten jährlich über 270 Millionen Euro gekostet.

Nun möchte sich die Bundesregierung hinter der EU verstecken. Bundesjustitzministerin Zypries kündigte gestern in Berlin an, dass es keine nationale Regelung geben werde. "Wir sind der Auffassung, dass man die Verhandlungen auf europäischer Ebene abwarten sollte und die europäisch gefundene Regelung vernünftigerweise dann auf Deutschland übertragt", so die SPD-Politikerin.

Mal abwarten was dabei herauskommt und vor allem wann die EU eine entsprechende Regelung umsetzt. Dass sie vermutlich deutlich schlechter ausfallen wird befürchten nicht nur Verbraucherschützer.

Update

Die EU-Regelungen sehen 25% Entschädigung bei einer Verspätung von mehr als einer Stunde vor und 50 % bei Verspätungen ab 120 Minuten.

Verspätungen bei privater Konkurrenz - Alltag nach dem Börsengang?

Monday, October 9th, 2006

Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) hat Schwierigkeiten mit der Strecke Hamburg-Sylt, immer wieder kommen die Züge verspätet an. Die NOB betreibt seit dem Fahrplanwechsel die norddeutsche Strecke, in einer Ausschreibung hatte sie sich gegen die Deutsche Bahn durchgesetzt.

In einem Gespräch mit dem Hamburger Abenblatt wirft die Sprecherin der NOB Suzanne Thomas der Deutschen Bahn AG massive Behinderungen vor:

"Zu Beginn ist von unserer Seite einiges schiefgelaufen", räumt Thomas ein. "Auch heute noch gibt es häufiger Verspätungen, aber daran haben wir zum Großteil keine Schuld." Die Bahn richte auf der Strecke Hamburg-Sylt oft Baustellen ein. Zuletzt war die Eiderbrücke wochenlang jeweils am Wochenende in der Sommersaison gesperrt: "Wir hatten der Bahn vorgeschlagen, diese Baustelle in den Herbst zu verlegen. Doch bei der Bahn geht man häufig auf unsere Vorschläge nicht ein." Außerdem habe die Strecke eine schlechte Infrastruktur, viele Abschnitte seien nur eingleisig. Ein weiteres Ärgernis sind sogenannte Langsamfahrstellen, die vorübergehend eingerichtet werden, wenn Schäden an Schienen festgestellt werden: "Erst im Juli richtete die Bahn kurzfristig 20 Langsamfahrstellen ein, das hatte erhebliche Verspätungen zur Folge", so Thomas. […] Bahn-Sprecher Ole Constantinescu weist sämtliche Vorwürfe zurück: "Wir behindern in keinster Weise die NOB beim Betriebsablauf, von agressiver Wettbewerbspolitik kann keine Rede sein. Wenn wir auf der Strecke bauen, ist das eine Verbesserung des Schienennetzes, das in erster Linie von der NOB genutzt wird."(Quelle: abendblatt.de)

Kritiker des Börsengangs befürchten, dass solche Szenarien für den Fall einer Privatisierung mit Netz gehäuft auftreten werden.

Transnet kündigt weitere Warnstreiks an

Friday, October 6th, 2006

Auch in der kommenden Woche soll es bei der Deutschen Bahn zu Warnstreiks kommen. Transnet-Tarifvorstand Alexander Kirchner: "Ohne eine tarifvertragliche Zusage zur Beschäftigungssicherung wird es weitere Proteste geben." Am Wochenende soll hingegen nicht gestreikt werden.

Stundenlange Verspätungen in München

An den Warnstreiks in München und Nürnberg beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 300 Mitarbeiter. In Nürnberg wurde der komplette Zugverkehr lahmgelegt, in München fuhr nur noch die S-Bahn. Mehrere tausende Pendler kamen zu spät zur Arbeit. Auch der Fernverkehr war betroffen. Mittlerweile hat sich die Lage wieder entspannt und alle Züge verkehren nach Plan (also mit den üblichen Verspätungen).

Warnstreiks gehen weiter - am Freitag ist Bayern dran

Thursday, October 5th, 2006

Einmal quer durch die Republik zieht der Streiktross von Transnet und GdBA. Nach NRW, Rheinland Pfalz und Berlin sind am Freitag München und Nürnberg dran. Wie gehabt soll es in den frühen Morgenstunden zu Arbeitsniederlegungen kommen. Nach Angaben der Gewerkschaft müsse im Nah- und Fernverkehr mit erheblichen Behinderungen gerechnet werden. Die Gewerkschaften streiken für einen Börsengang der Bahn mit Netz.

Angaben zur aktuellen Lage findet man im RIS, dem Reisenden Informationssystem der Bahn. Hier können die Verspätungen minutengenau abgerufen werden.

Die Bahn hat eine Servicenummer eingerichtet, unter der kostenlose Rufnummer 08000 996633 können rund um die Uhr Informationen zum Streik abgerufen werden. Wer wegen streikbedingter Ausfälle oder Verspätungen seine Fahrt nicht antreten kann, kann die Fahrkarte zwar kostenlos umtauschen oder bekommt sein Geld zurück. Allerdings zahlt die Bahn bei streikbedingten Verspätungen keine Entschädigungen.

Bahnstreik legt Verkehr in Berlin lahm

Wednesday, October 4th, 2006

Gegen 5.00 Uhr legten die Beschäftigten der Betriebszentrale Rummelsburg ihre Arbeit nieder. Von hier aus wird der gesamt Fern- und Nahverkehr in Berlin gesteuert. In der Folge fielen mehrere Verbindungen auf der Strecke Hamburg-Berlin aus, im gesamten Zugverkehr kam es zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Auch nach der Wiederaufnahme der Arbeit um 7:00 Uhr normalisierte sich der Reiseverkehr erst langsam.

Wer wegen streikbedingter Ausfälle oder Verspätungen seine Fahrt nicht antreten kann, kann die Fahrkarte zwar kostenlos umtauschen oder bekommt sein Geld zurück. Allerdings zahlt die Bahn bei streikbedingten Verspätungen keine Entschädigungen.

Warnstreiks bei der Deutschen Bahn

Friday, September 29th, 2006

Am Morgen haben hunderte Bahnmitarbeiter ihre Warnstreiks begonnen. Schwerpunkt der Aktion war NRW und Rheinland-Pfalz. In Köln und Trier fielen nach Gewerkschaftsangaben zahlreiche Verbindungen aus, tausende Pendler kamen nur verspätet zur Arbeit.

Im Lauf des Vormittags soll in Düsseldorf, Duisburg, Paderborn und Wuppertal gestreikt werden. Gegen Mittag sollen die Warnstreiks vorerst beendet werden. Weitere Behinderungen für den Wochenendverkehr sind somit nicht zu erwarten (mal abgesehen von den üblichen Freitags-Verspätungen).

Angaben zur aktuellen Lage findet man im RIS, dem Reisenden Informationssystem der Bahn. Hier können die Verspätungen minutengenau abgerufen werden.

Die Bahn hat eine Hotline eingerichtet, unter 08000 996633 können rund um die Uhr Informationen zum Streik abgerufen werden. Fahrgäste, die aufgrund streikbedingter Zugausfälle bzw. Verspätungen ihre Reise nicht antreten können, haben die Möglichkeit, ihre Fahrkarte kostenlos umzutauschen oder sich den Reisepreis erstatten zu lassen.

Lage relativ entspannt

Zur Zeit ist die Verspätungslage relativ entspannt, an den betroffenen Bahnhöfen liegen die Verspätungen meist im normalen Rahmen von 10-15 Minuten. Die im RIS genannten Verspätungsgründe um 10:30 Uhr: Verzögerungen im Betriebsablauf, Polizeiliche Ermittlungen, Bauarbeiten an der Strecke, Stellwerksstörung /-ausfall, Oberleitungsstörung, Signalstörung, verspätete Übergabe aus dem Ausland, Störung am Triebfahrzeug - also die üblichen Probleme der Bahn.

Am stärksten betroffen ist Düsseldorf, hier kommt es zu streikbedingten Verspätungen im Fernverkehr von bis zu 90 Minuten.

Jetzt geht es um den Streik

Thursday, September 28th, 2006

Heute Abend um 17:00 Uhr kommen die Eisenbahner Gewerkschaften Transnet und GDBA mit Vertretern der Deutschen Bahn zusammen. Auf der Tagesordnung steht die Forderung der Gewerkschaften nach einer Verlängerung des Beschäftigungspaktes. Sollten diese Gespräche scheitern drohen ab Freitag Warnstreiks.

Verkehrsexperten sprechen sich für Fortführung des Beschäftigungspakts aus - Keine Warnstreiks am Donnerstag

Wednesday, September 27th, 2006

Die Deutsche Bahn soll nach dem Willen der Verkehrsexperten des Bundestages die Arbeitsplatzsicherung für ihre Beschäftigten unabhängig vom Modell des Börsengangs garantieren. Das beschloss der Verkehrsausschuss des Parlaments ohne Gegenstimmen, lediglich die FDP enthielt sich der Stimme. Die Parlamentarierer bemühten sich so, den für ab Donnerstag angekündigten Warnstreiks die Grundlage zu entziehen.

Gewerkschaften: Keine Warnstreiks am Donnerstag

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA erklärten unterdessen, dass es am Donnerstag keine Warnstreiks geben werde. Lediglich Flugblätter würden an 32 Bahnhöfen verteilt.

"Wir sind nach jetzigem Stand in der Lage sehr kurzfristig Warnstreiks zu organisieren", kündigen TRANSNET-Chef Norbert Hansen und der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel an. Die Vorstände der beiden Gewerkschaften würden das weitere Vorgehen am Donnerstag festlegen. Für Donnerstag selbst sind keine Warnstreiks geplant. "Wir sehen von solchen Aktionen an diesem Tag ab, um uns nicht den absurden Vorwürfen, wir würden politische Streiks durchführen, wieder aussetzen zu müssen", sagten Hansen und Hommel mit Blick auf die für Donnerstag geplanten Beratungen von Parlamentsgremien zum Thema Bahn. (Quelle: transnet.org)

Deutsche Bahn bereitet sich auf Warnstreiks vor

Wednesday, September 27th, 2006

Die Deutsche Bahn hat eine kostenlose Servicenummer eingerichtet, unter der sich Reisende über mögliche Beeinträchtigungen durch die angedrohten Warnstreiks informieren können.

Aufgrund möglicher Warnstreiks zweier Gewerkschaften sind ab dem 28. September 2006 Beeinträchtigungen im Bahnverkehr nicht auszuschließen. Reisende werden gebeten, sich kurz vor der Abfahrt bei der extra eingerichteten Hotline über die aktuelle Situation zu informieren.

Die Hotline ist ab sofort über die kostenlose Rufnummer 08000 996633 rund um die Uhr erreichbar.

Fahrgäste, die aufgrund streikbedingter Zugausfälle bzw. Verspätungen ihre Reise nicht antreten können, haben die Möglichkeit, ihre Fahrkarte kostenlos umzutauschen oder sich den Reisepreis erstatten zu lassen. (Quelle: db.de)

Die Gewerkschaft transnet hat auch am heutigen Mittwoch ihre Protestaktionen fortgesetzt, in Nürnberg demonstrierten mehr als 2.000 Bahner für den Erhalt ihres Konzerns.

Nachdem am 13. September die Tarifverhandlungen an der Frage der Beschäftigungssicherung gescheitert waren, endet heute um Mitternacht die Friedenspflicht. Für den morgigen Donnerstag hatte transnet bereits am Montag Warnstreiks angekündigt.


Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.0 Germany
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