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Kaffeefahrt für 29 Euro - Tchibo verkauft wieder Billigtickets

Wednesday, December 12th, 2007

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Das Tchibo-Ticket, für 29 Euro auf Kaffeefahrt (Foto: DB AG/Reiche)

Wie bereits im letzten Jahr verkauft der Kaffee-Röster auch dieses Jahr wieder 500.000 Billigtickets. Die im nur im Doppelpack zu 58 Euro erhältlichen Tickets berechtigen zu einer beliebig langen Bahnreise quer durch Deutschland. Benutzt werden dürfen dabei alle normalen Zugkategorien, wie IC, EC und ICE. Das Ticket ist außer Freitags an allen Tagen der Woche gültig. Einfach den Namen und das Datum eingetragen und schon kann es losgehen. Die Fahrkarten gelten nur vom 1.1. bis 31.3.2008. Kinder bzw. Enkelkinder bis einschließlich 17 Jahre reisen in Begleitung eines Eltern- oder Großelternteils kostenlos, wenn die Anzahl der Kinder auf der Fahrkarte eingetragen ist.

In Filialen und im Internet erhältlich

Die Tickets werden ab Freitag in den Filialen von Tchibo verkauft, alternativ können sie auch auf der Website tchibo.de erworben werden. Die Abgabe erfolgt solange der Vorrat reicht, spätestens am 20. Dezember ist aber Schluss. Pro Person werden maximal fünf Fahrscheinhefte (= zehn Fahrten) verkauft.

Bahncard-Inhaber müssen rechnen

Auch für Inhaber einer Bahncard kann sich das Tchibo-Angebot rechnen. So kostet eine Fahrt mit ICE von Frankfurt nach München in der 2. Klasse mit einer Bahncard 50 42,50 Euro, für kürzere Strecken lohnt es eher nicht, so kostet die Strecke von Hamburg nach Berlin im ICE 32,50 Euro und im IC 26 Euro.

Verschlechtertes Angebot

Gegenüber dem Tchibo-Ticket des vergangenen Jahrs hat sich das Angebot zudem etwas verschlechtert. Gab es beim letzten Mal noch ein Gutschein für Kaffee und andere Getränke, wird diesmal nur ein fünf Euro Rabatt auf den Kauf einer Bahncard gewährt. Auch fehlt die Option eines 1. Klasse Upgrades, das damals für 20 Euro angeboten wurde.

Sonderangebote finden leicht gemacht

Tuesday, June 26th, 2007

Werbung für das Dauer-Spezial der Bahn
Werbung für das Dauer-Spezial der Bahn (Bild: bahn.de)

Wer kennt das nicht, da hat die Bahn schon mal ein Sonderangebot wie das 'Dauer-Spezial' aufgelegt, wo man je nach Auslastung und bei rechtzeitigem buchen für Preise ab 29,00 Euro quer durch Deutschland fahren kann. Aber natürlich ist die Verbindung, die man gerade ausgesucht mal wieder nicht verfügbar oder doch nur zum Normalpreis erhältlich. Spätestens nach dem dritten Versuch hat man die Nase voll und lässt die Sucherei.

Abhilfe schafft hier ein kleines Programm, das ich bei bahn-spass.de, dem Blog von Martin Köhler, gefunden habe. Hier kann man nach Eingabe seiner Wunschverbindung alle Spezial-Preise für den ausgewählten Tag, oder für die nächsten sieben Tage abrufen. Als Ergebnis erhält man eine Übersicht mit den erhältlichen Tarifen.

Zur Zeit ist das ganze noch im Beta-Betrieb und auf ausgewählte Verbindungen zwischen großen Städten beschränkt, aber wer weiß, vielleicht lässt sich ja die Bahn inspirieren und übernimmt diesen tollen Service in ihr eigenes Angebot.

Mit Billigtickets gegen die fliegende Konkurrenz

Tuesday, June 5th, 2007

Die Deutsche Bahn startet ab Sonntag ein neues Sonderangebot. Zu Preisen von 29 - 69 Euro werden monatlich 790.000 Tickets als 'Dauer-Spezial-Preis' angeboten. Die Tickets müssen mindestens drei Tage vor Reiseantritt gekauft werden, erster Geltungstag soll der 13. Juni sein.

Die Ticketpreise variieren in zehn-Euro-Sprüngen je nach Auslastung der Züge. Nach Angaben von Bahnsprecher Dirk Pohlmann gegenüber der Mopo sollen die Billigfahrscheine auch an den Hauptreisetagen Freitag und Sonntag zur Verfügung stehen.

Fahrkarten mit Zugbindung

Die Preise gelten für den Internet- oder Automatenkauf, am Schalter oder per Telefonbestellung muss ein Zuschlag von fünf Euro entrichtet werden. Die Tickets sind an einen festen Zug gebunden und erhältlich, solange der Vorrat reicht. Sie sind auf die 2. Klasse beschränkt.

Surf & Rail wird abgeschafft

Die bisherigen Angebote, wie das 'Frühjahrsspezial' aber auch 'Surf & Rail' sollen durch das Angebot abgelöst werden. Mit dem neuen Angebot will die Bahn ihre Auslastung verbessern, sie liegt heute in etwa bei 44 Prozent.

Das Angebot richtet sich offensichtlich in erster Linie an Gelegenheitsfahrer ohne Bahncard. Vor allem Bahncard 50 Inhaber müssen mit spitzer Feder nachrechnen, ob sich der Kauf des Sonderangebots wirklich rechnent.

Einen kompakten Überblick über alle bestehenden Sonderangebote der Bahn findet man in der Müncher TZ.

Schon wieder ein Sonderangebot

Wednesday, January 10th, 2007

Kurz nach der Erhöhung der Fahrpreise gibt es ein neues Angebot der Bahn. Mit dem 'Winter-Spezial' geht es für 29 Euro pro Strecke quer durch Deutschland. Anders als die Tchibo-Tickets sind die Fahrkarten an einen festen Zug gebunden und müssen bis spätestens drei Tage vor Antritt der Reise gebucht werden. Dabei dürfen auch ICEs genutzt werden. Insgesamt stehen diesmal 800.000 Karten bereit. Für 10 Euro mehr können Farten nach Österreich, Dänemark, Tschechien, in die Benelux-Länder und die Schweiz unternommen werden.

Preise ab 29 Euro

Das Angebot ist zwischen dem 13. Januarund dem 28. Februar gültig. Mit den entsprechenden Aufpreisen können auch die Züge von DB Nachtzug und CityNightLine genutzt werden. So kostet in Kombination mit dem Winter-Spezial der Ruhesessel bei CityNightLine nur 3,50 Euro anstatt zehn Euro. Am Schalter, in Bahn-Reisebüros oder per telefonischer Bestellung kommen weitere 5 Euro zum Reisepreis hinzu.

Sonderaktionen sollen sich für Bahn lohnen

Obwohl mancher Stammkunde angesichts der zahlreichen Sonderaktionen mit den Augen rollt, scheinen sich die Angebote für die Deutsche Bahn zu lohnen. Nach Angaben der Pressestelle wurden 2006 rund 1,7 Millionen Fahrten mit den Spezial-Angeboten der Bahn unternommen. Dabei habe die Bahn zahlreiche neue Kunden gewinnen können. Rund 40 Prozent sagten, dass sie ohne diese Angebot nicht mit der Bahn gefahren wären.

Zwei Kaffee und eine Fahrkarte bitte

Monday, December 4th, 2006

Das neue Sonderangebot der Bahn
Für 58 Euro quer durch Deutschland (Foto: DB AG/Reiche)

Nach Mc Donalds und Lidl jetzt Tchibo: ab Freitag, dem 8.12. bis zum 14.12. verkauft die Deutsche Bahn AG in allen 1.000 Tschibo-Fillialen und unter www.tchibo.de eine Millionen Fahrkarten. Die Fahrkarten zum Preis von 29 Euro berechtigen zu einer Fahrt beliebiger Länge in der 2. Klasse quer durch Deutschland. Einfach den Namen und die Strecke eintragen schon kann es losgehen. Die Fahrkarten werden nur im zweier Heft zu 58 Euro abgegeben.

1. Klasse gegen Aufpreis

Erstmals besteht im Rahmen der Sonderaktion auch die Möglichkeit erste Klasse Fahrscheine zu erwerben. Gegen einen Aufpreis von 20 Euro, kann in die bequeme Klasse gewechselt werden. Das Angebot gilt in allen IC und ICE-Zügen der DB. Die Tickets können auch in den Nachtzügen gegen Zahlung eines Aufpreises für Sitz-, Liege- und Schlafwagen genutzt werden.

Freitags gilt das Angebot nicht

Die Fahrkarten gelten vom 2. Januar bis zum 4. April, einen Tag lang bis 10 Uhr des Folgetages. Kinder bis einschließlich 17 Jahre fahren in Begleitung mindestens eines Eltern- oder Großelternteils kostenlos mit. Zu den Fahrkarten gibt es gratis zwei Gutscheine für Kaffee-Spezialitäten von Tchibo und eine CD-ROM mit dem neuen Fahrplan, der ab dem 10. Dezember gilt. Allerdings darf das Ticket an Freitagen nicht benutzt werden. Angesichts der Preiserhöhung von 5,6 Prozent ab Januar lohnt sich dieses Sonderangebot auch für viele Bahncard Inhaber.

Kritik der Reisebüros

Der Deutsche Reiseverband (DRV) kritisierte unterdessen das Sonderangebot der Bahn scharf. Mit dem Sonderverkauf über Tchibo verzerre die DB, so der DRV-Vizepräsident, erneut den Wettbewerb. Von Reisebüros, die Bahn-Tickets verkaufen wolle, verlange die Bahn Fachpersonal, welches das höchst komplexe DB-Preissystem beherrsche, spezielle technische Voraussetzungen sowie einen Mindestumsatz. Voraussetzungen, die für Tchibo nicht gelten würden.
Dort erhalte der Kunde zudem keinerlei Beratung, auch eine Fahrplatzreservierung sei nicht möglich

Es wurde bezweifelt, dass die Bahn mit der Aktion zusätzliche Bahnkunden gewinne. Gerade Neukunden und Gelegenheitsfahrer benötigten, so Doldi, eine ausführliche Beratung. Ihnen fehle die Erfahrung, um einschätzen zu können, für welche Fahrten sich die Tickets rechnen. Das verleite die Kunden zu einem ungeprüften Schnellkauf und könne am Ende das Gegenteil zur Folge haben: Verärgerte Kunden, die Bahnreisen aus Prinzip ablehnen.

Sonderangebote statt preiswerter Fahrkarten II

Monday, October 30th, 2006

Ab 1. November bietet die Bahn ein neues Sonderangebot auf der Strecke Hamburg - Berlin an. Für Preise ab 29 Euro können Reisende von der Alster an die Spree reisen. Das Angebot gilt vom 4. November bis zum 31. März 2007, auch Fahrten von und nach Wittenberge und Ludwigslust sind möglich.

Die Fahrkarte kostet auf www.bahn.de und an den DB Automaten 29 Euro. Für 34 Euro kann das Angebot in den DB Reisezentren, den DB-Agenturen oder telefonisch über den DB Reiseservice gebucht werden. Die Fahrkarten gelten für die Hin- und Rückfahrt innerhalb eines Monats für eine Person. Sie sind an einen bestimmten IC oder EC gebunden und erhältlich, so lange der Vorrat reicht. Die Vorkaufsfrist beträgt drei Tage.
Weitere Ermäßigungen wie BahnCard-Rabatt oder kostenlose Kindermitnahme sind ausgeschlossen, ebenso wie Umtausch oder Erstattung.

Kunden ohne Internet werden benachteiligt

Auch bei diesem Angebot diskriminiert die Bahn ihre Schalterkunden, Aufpreise sind hier mittlerweile an der Tagesordnung. Im nächsten Jahr verteuert sich beispielsweise eine Reservierung beim Schalterkauf auf 3,50 Euro, während die Automaten- oder Internetbestellung weiterhin bei 1,50 Euro liegt.

Sonderangebote statt preiswerter Fahrkarten

Wednesday, October 25th, 2006

Die Deutsche Bahn bleibt ihrem Konzept treu - treue Kunden werden mit steigenden Preisen gequält, neue Kunden mit Schnäppchen in die Züge gelockt.

Vom 4. November bis zum 9. Dezember bietet die Bahn ein neues Schnäppchen. Das Herbst-Spezial-Ticket kostet für Bahnfahrten innerhalb Deutschlands ab 29 Euro, nach Österreich, Tschechien, Dänemark, Luxemburg, Belgien, in die Schweiz und die Niederlande ab 39 Euro.

Insgesamt rund eine Million Fahrten, also 25.000 pro Tag, stehen zur Verfügung. Verkauft wird solange der Vorrat reicht. Für schwach ausgelastete Züge werden mehr Tickets angeboten als zu den Hauptreisezeiten, wie etwa am Freitag oder Sonntag. Das Angebot ist im Internet auf www.bahn.de und an den DB Automaten erhältlich. In den DB Reisezentren, den DB-Agenturen oder telefonisch über den DB Reise Service 11861 *) gibt es das Angebot gegen einen Aufpreis von fünf Euro.

Die Fahrkarten gelten für eine einfache Fahrt in der 2. Klasse, sind an einen bestimmten Zug gebunden und können bis drei Tage vor der Reise gebucht werden. Der Verkauf beginnt am 1. November. Wichtig für Freunde der Nachtzüge: Herbst-Spezial gilt mit einem Aufpreis auch für die Sitz-, Liege- oder Schlafwagen in den Zügen von DB Nachtzug und CityNightLine. Der Aufpreis für Ruhesessel im CityNightLine beträgt in Verbindung mit dem Herbst-Spezial vier Euro.

*) 3 ct. je Sek. – ab Weiterleitung zum DB Reise Service 39 ct. je angef. Min. (inkl. USt., aus dem Festnetz der Deutschen Telekom).
(Quelle: db.de)

So rechnet die Deutsche Bahn

Mal abgesehen von den üblichen Einschränkungen, wie Zugbindung und Kontingentierung, bleiben aber noch einige Fragen offen.

Die Bahn spricht von bis zu 1 Millionen Tickets, die sie an den 36 Tagen verkaufen möchten. Teilt man 1 Millionen durch 36 so erhält man nicht 25.000 Tickets pro Tag wie die Bahn, sondern 27.777,78. Aber wahrscheinlich rechnet die Bahn andersrum. Multipliziert man 25.000 Tickets mit den 36 Tagen, erhält man 900.000 Tickets. Was deutlich weniger sind, als die von der Bahn versprochenen 'rund eine Million Fahrten'. Weiterhin wird nicht klar, ob die 900.000 Tickets im Angebotszeitraum abgerufen werden können (unwahrscheinlich), oder ob an jedem Tag des Angebots maximal 25.000 Tickets zur Verfügung stehen (wahrscheinlich).

Teure Servicenummer

Eines sollte man aber auf gar keinen Fall tun, die Fahrkarten über die in der Pressemitteilung genannten Nummer bestellen. Bei Kosten von 3 Cent pro Sekunde für die DB Reise Service 11861 Nummer kommt man auf horrende 1,80 Euro mindestens 42 Cent pro Minute (bei Weiterleitung nach 1 Sekunde). Wer schon einmal mit der Bahn zu tun hatte kann sich vorstellen, dass eine Bestellung am Telefon nicht weniger als 3 bis 4 Minuten dauert. So kommt pro Bestellung ein schöner Betrag für die Bahn zustande. Die Kosten von 5,40 Euro bis 7,20 1,20 Euro bis 1,59 Euro trägt in jedem Fall der Kunde.

Na denn: gute Fahrt.

Einmal Cheeseburger und Fahrkarten bitte …

Monday, March 6th, 2006

Ab heute verkauft die DB AG beim Burger-Brater McDonalds eine Millionen Fahrkartenhefte a 99,- Euro, jedes dieser Hefte berechtigt zu vier beliebigen Fahrten mit der Bahn in der 2. Klasse quer durch Deutschland. Egal ob ICE, IC oder Regionalbahn, alle Züge dürfen benutzt werden, kleiner Haken an der Sache: Fahrten an den verkehrsstarken Tagen Freitag und Sonntag sind nicht gestattet. Die Tickets müssen bis zum 1. Juni 2006 benutzt werden. Eine Einzelstrecke kostet 24,75 Euro, das lohnt sich bei Strecken ab etwa 150 km, Bahncardinhaber müssen je nach Karte schon deutlich längere Strecken fahren um mit dem Burger-Angebot zu sparen.

Anders als bei der Lidl-Aktion im vergangenen Jahr, scheinen diesmal ausreichend Tickets vorhanden zu sein. Der Vizepräsident der Marketing-Abteilung von McDonald’s Deutschland, Johan Jervoe erwartet, dass Tickets bis zum Ende der Woche reichen würden. Im Online-Portal der Süddeutschen findet sich ein Selbstversuch zum Kauf der Bahntickets, das knappe Fazit: problemlos.

Shareholder Value

Monday, December 12th, 2005

Bin in den vergangenen Tagen sehr viel mit der Bahn unterwegs gewesen, von Köln nach Gießen, von Gießen nach Hamburg und heute morgen von Hamburg nach Bonn. So weit so gut, alles ist einigermaßen pünktlich gelaufen, alle Anschlüsse haben geklappt.

Der Unterschied: seit Sonntag gilt der Winterfahrplan. Auf den Strecken, die ich nutze gibt es kaum Unterschiede zum alten Fahrplan. Nur die Kosten für die Bahnfahrt sind deutlich gestiegen.

So kosten Tickets im Fernverkehr zwischen 2,6 und fast fünf Prozent (je nach Klasse und Entfernung) mehr und die Bahn hat auch den Mitfahrerabatt für Bahncard-Inhaber gestrichen. Konnten früher bis zu vier weitere Personen von Rabatt des Karteninhabers profitieren, so ist dies heute nicht mehr möglich. Dabei war gerade der Mitfahrer-Rabatt eine prima Werbung für Nicht- oder Gelegenheitskunden, die so einmal einen Eindruck vom Bahnfahren zu realistischen Preisen erhalten konnten - aus vorbei, jetzt ist das Auto halt wieder billiger.

Dafür bleiben alte Unübersichtlichkeiten im Tarifsystem bestehen, denn der Mitfahrerrabatt gilt weiterhin bei den Frühbucherpreisen mit 25 und 50 Prozent Ermäßigung, für die sich Kunden auf einen Zug festlegen müssen. Wir bemerken: Flexibilität wird bei der Bahn nicht groß geschrieben.

Konzernchef Hartmut Mehdorn kann sich aber trotzdem über steigende Nachfrage in der Sparte Fernverkehrs freuen. Bis Ende September lockten ICE und Intercity 700.000 Reisende mehr an als ein Jahr zuvor. Das einstige Sorgenkind werde wohl noch 2005 die Gewinnschwelle erreichen, versprach Mehdorn jetzt dem Aufsichtsrat. Da stellt sich natürlich die Frage, ob die Preiserhöhung wirklich notwendig war. Für den laufenden Betrieb wohl, wohl aber für den kommenden Börsengang, vor dem Bahn so profitabel wie nur möglich da stehen muss. Es ist aber fraglich, ob dies nur über höhere Preise erreicht werden kann.

Der kommende Börsengang bestimmt mittlerweile die gesamte Bahnpolitik, was darüber vergessen wird ist der öffentliche Auftrag der Bahn. Hier lohnt ein Blick ins Grundgesetz. Nach Artikel 87e muss der Bund dem Wohl der Allgemeinheit beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes, sowie bei den Verkehrangeboten Rechnung tragen.

Die jetzt schon betriebene Vernachlässigung des Schienennetztes, die einseitige Konzentration des Konzern auf rentable Sprinterstrecken und der immer weiter betriebene Abbau von Netz und Service sind schon deutliche Vorboten des Börsenganges, an deren Ende für uns Kunden höhere Preise, schlechterer Service und eine vom Schienennetz ferngehaltene Konkurrenz stehen.

Schöne Aussichten für Herrn Mehdorn und die Bahn AG, schlechte für die Kunden.


Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.0 Germany
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