Archive for the 'fahrkarte' Category

Bahnfahren wird deutlich teurer

Tuesday, October 10th, 2006

Schlechte Nachrichten für alle Kunden der Deutschen Bahn. Zum Jahreswechsel erhöht der Konzern abermals die Preise für die Fahrkarten. Insgesamt sollen die Preise um 5,6 Prozent steigen, darin enthalten ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Ebenfalls teurer werden die Bahncard, hier soll die Mehrwertsteuererhöhung voll an die Kunden weitergegeben werden. Auch die Preise für die Platzreservierung steigen am Schalter auf 3,50 Euro, nur bei Onlinereservierung oder Fahrkartenkauf am Automaten bleiben sie unverändert bei 1,50 Euro. Ebenfalls teurer wird der Sprinterzuschlag, der von 15 auf 16 Euro für die 1, Klasse und von 10 auf 11 Euro in der 2. Klasse steigt. Bereits im Dezember 2005 hatte die Bahn die Preise erhöht.

Deutsche Bahn bereitet sich auf Warnstreiks vor

Wednesday, September 27th, 2006

Die Deutsche Bahn hat eine kostenlose Servicenummer eingerichtet, unter der sich Reisende über mögliche Beeinträchtigungen durch die angedrohten Warnstreiks informieren können.

Aufgrund möglicher Warnstreiks zweier Gewerkschaften sind ab dem 28. September 2006 Beeinträchtigungen im Bahnverkehr nicht auszuschließen. Reisende werden gebeten, sich kurz vor der Abfahrt bei der extra eingerichteten Hotline über die aktuelle Situation zu informieren.

Die Hotline ist ab sofort über die kostenlose Rufnummer 08000 996633 rund um die Uhr erreichbar.

Fahrgäste, die aufgrund streikbedingter Zugausfälle bzw. Verspätungen ihre Reise nicht antreten können, haben die Möglichkeit, ihre Fahrkarte kostenlos umzutauschen oder sich den Reisepreis erstatten zu lassen. (Quelle: db.de)

Die Gewerkschaft transnet hat auch am heutigen Mittwoch ihre Protestaktionen fortgesetzt, in Nürnberg demonstrierten mehr als 2.000 Bahner für den Erhalt ihres Konzerns.

Nachdem am 13. September die Tarifverhandlungen an der Frage der Beschäftigungssicherung gescheitert waren, endet heute um Mitternacht die Friedenspflicht. Für den morgigen Donnerstag hatte transnet bereits am Montag Warnstreiks angekündigt.

Online-Ticket gestartet

Thursday, August 24th, 2006

Seit heute können Bahnkunden ihre Tickets auch per Mobiltelefon kaufen. Dazu notwendig ist ein modernes MMS-fähiges Gerät, auf das die Kunden nach der Bestellung einen 2D-Barcode geschickt bekommen. Der Barcode wird im Zug von den neuen Kartenlesegeräten der Zugbegleiter wie bei einem bislang üblichen Online-Ticket überprüft.

Teures Vergnügen

Die schöne neue Online-Welt der Bahn ist für den Kunden allerdings mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, sollte die MMS ihren Empfänger nicht erreichen, oder das Handy keinen Strom mehr haben, wird es für den Passagier teuer. In diesem Fall muss eine Karte im Zug nachgelöst werden, das kostet die üblichen Nachlösegebühren. Das ursprüngliche Ticket kann gegen eine Storno-Gebühr von 15 Euro innerhalb eines Jahres umgetauscht werden.

Wer nicht genügend Bargeld oder keine Kreditkarte dabei hat kommt günstiger davon. Zwar wird in diesem Fall eine Fahrpreisnacherhebung in der doppelten Höhe der Fahrkarte fällig, diese muss aber nach Nachweis der Handy-Buchung innerhalb von 14 Tagen nicht bezahlt, lediglich eine Gebühr in der Höhe von sieben Euro wird nacherhoben.

Auch die Sitzplatzreservierung ist per Mobiltelefon teuer, sie kostet genau wie am Schalter und Automat drei Euro, billiger wird es nur bei einer klassischen Online-Buchung, die (sofern Onlinezugang und Drucker vorhanden sind) bis zehn Minuten vor Abfahrt des Zuges möglich ist und bei der lediglich 1,50 Euro fällig werden.

Fahrpreise bleiben vorerst stabil

Monday, August 14th, 2006

Auf der Halbjahres-Bilanz Pressekonferenz verkündete Bahnchef Mehdorn, dass trotz guter Gewinne der Bahn im ersten Halbjahr höhere Preise nicht ausgeschlossen werden könnten. Mehdorn sagte in Frankfurt am Main, noch sei keine Entscheidung gefallen, wenn die Energiepreise aber weiter stiegen, müssten auch die Fahrpreise angehoben werden. Nach Angaben von Finanzvorstand Diethelm Sack stiegen die Energiekosten der Bahn im ersten Halbjahr um 20 Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Erst im Dezember 2005 erhöhten sich die Ticketpreise für die 2. Klasse um 2,9 Prozent und die der 1. Klasse um gut 4,2 Prozent.

Die Deutsche Bahn AG hatte im ersten Halbjahr deutliche Steigerungen von Gewinn und Umsatz verbucht. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen lag bei 936 Millionen Euro, 2005 waren es noch 480 Millionen weniger. Mehdorn nannte als Gründe unter anderem die Fußball-Weltmeisterschaft und die anziehende Konjunktur.

Auch der Frachtverkehr im Plus

Die niedrigen Wasserstände von Elbe und Rhein trugen zu einem deutlichen Plus im Frachtgeschäft von Railion bei, das ein Jahr früher als vorgesehen schwarze Zahlen schreibt.

Bahn startet Handy-Ticket

Tuesday, August 1st, 2006

Ab 1. August können sich Bahnkunden unter www.bahn.de zur Teilnahme am Handy-Ticket der Bahn registrieren lassen. Die Teilnahme ist nur mit einem moderen MMS-fähigen Mobiltelefon möglich.

Nach der Suche der Verbindung, wählt der Bahnkunde die Zahlungsart (Kreditkarte oder Lastschriftverfahren) aus und schickt die Buchung bis spätestens zehn Minuten vor Abfahrt des Zuges an das Buchungssystem der Bahn. Per MMS erhält der Kunde dann einen grafischen Code zurück, der von den Kartenlesegeräten der Zugbegleiter überprüft werden kann. Bereits seit August 2004 konnten Sitzplätze per Mobiltelefon reserviert werden.

Handy-Tickets können für Normalpreis-Verbindungen mit und ohne Bahncard-Rabatt ab einer Entfernung von mindestens 50 km gebucht werden. Sparpreise, Sonderangebote und Fahrten innerhalb von Verkehrsverbünden können nicht gebucht werden.

Mit dem Handy-Ticket erweitert die Bahn ihre Möglichkeiten zum Online-Kauf von Fahrkarten. Zur Zeit liegt der Anteil, der über das Internet vertriebenen Tickets bei cirka zehn Prozent.

Bessere Entschädigung bei Verspätung

Tuesday, July 25th, 2006

Zum Herbst plant die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf mit dem die Entschädigung für Bahnkunden bei Verspätungen neu geregelt werden soll. Nach den Vorschlägen von Minister Seehofer sollen Kunden bei erspätungen von mehr als 30 Minuten 20 Prozent des Fahrpreises erstattet bekommen, bei einer einer Stunden 25 Prozent und ab zwei Stunden 50 Prozent. Die Regel soll auch im Nahverkehr bei Fahrkarten ab acht Euro gelten. Bisher erstattete die Bahn in einer freiwilligen Regelung lediglich 20 Prozent des Fahrpreises in Form von Gutscheinen bei einer Verspätung von mehr als einer Stunde.

Dieser Entwurf bleibt deutlich hinter dem ursprünglichen Überlegungen der Bundesregierung zurück, die unter der einprägsamen Formel 30/60/90 jeweils 30 Prozent Entschädigung bei einer Verspätung ab 30 Minuten, bzw. 60 Prozent bei 60 Minuten und 90 Prozent bei 90 Minuten vorsahen. Nähere Einzelheiten können in der Bundestagsdrucksache 16/1484 (PDF) nachgelesen werden.

Diskutiert wird auch noch in welcher Form die Entschädigung gewährt werden soll, entweder wie bisher als Gutscheinlösung, oder als Barentschädigung. Die Bahn warnt unterdessen vor 'übertriebenen' Regeln, die bis zu zehn Prozent teurere Tickets bedeuten würden. Statt dessen möchte die Bahn eine für 2007 erwartete EU-Regel in nationales Recht überführt sehen. Danach sollen Passagiere 25 Prozent des Fahrkartenpreises bei einer Verspätung von mehr als einer Stunde erstattet bekommen.

Auch Report Mainz berichtete am 24.7. in der ARD über die geplanten Entschädigungsregeln der Bahn, der Beitrag kann hier angeschaut werden (leider nur RealAudio).

Einmal Cheeseburger und Fahrkarten bitte …

Monday, March 6th, 2006

Ab heute verkauft die DB AG beim Burger-Brater McDonalds eine Millionen Fahrkartenhefte a 99,- Euro, jedes dieser Hefte berechtigt zu vier beliebigen Fahrten mit der Bahn in der 2. Klasse quer durch Deutschland. Egal ob ICE, IC oder Regionalbahn, alle Züge dürfen benutzt werden, kleiner Haken an der Sache: Fahrten an den verkehrsstarken Tagen Freitag und Sonntag sind nicht gestattet. Die Tickets müssen bis zum 1. Juni 2006 benutzt werden. Eine Einzelstrecke kostet 24,75 Euro, das lohnt sich bei Strecken ab etwa 150 km, Bahncardinhaber müssen je nach Karte schon deutlich längere Strecken fahren um mit dem Burger-Angebot zu sparen.

Anders als bei der Lidl-Aktion im vergangenen Jahr, scheinen diesmal ausreichend Tickets vorhanden zu sein. Der Vizepräsident der Marketing-Abteilung von McDonald’s Deutschland, Johan Jervoe erwartet, dass Tickets bis zum Ende der Woche reichen würden. Im Online-Portal der Süddeutschen findet sich ein Selbstversuch zum Kauf der Bahntickets, das knappe Fazit: problemlos.


Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.0 Germany
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