Archive for the 'bahncard' Category

Verspätungen der Bahn wieder minutengenau abrufbar

Wednesday, June 20th, 2007

Am 22. Januar sperrte die Bahn ihre minutengenaue Fahrplanauskunft für Kundenzugriffe. Statt genauer Informationen über Verspätungen und Zugausfälle wurden die Reisenden auf die Standardversion der Auskunft verwiesen. Dort werden Verspätungen nur in fünf-Minutenschritten angezeigt, auch die Gründe für die Wartezeit werden den Kunden verschwiegen.

minutengenaue Auskunft für Kunden gesperrt
Die minutengenaue Auskunft ist wieder online

Seit dem dem 11.6.2007 ist die minutengenaue Auskunft wieder verfügbar. Am einfachsten lässt sie sich über die Webseite http://home.arcor.de/e.lauterbach/auskunft/an-ab_s.html bedienen.

Eine hervorragende Zusammenfassung aller Möglichkeiten der minutengenauen Fahrplanauskunft findet man den Seiten von 'Bus & Bahn im Griff', dort wird auch genau erklärt, wie man sich Lesezeichen für einzelne Bahnhöfe anlegen kann.

Minutengenaue Verspätungstafeln für einige Bahnhöfe:

Weitere Bahnhöfe aufrufen:

Vorgehen:

1. hier die IBNR-Nummer des gesuchten Bahnhofs abfragen
2. Die gefundene Nummer an die fett markierte Stelle eintragen
http://reiseauskunft.bahn.de/bin/ts/bhftafel.exe/
dn?L=vs_dbdialog&rt=1&evaId=123456&boardType=dep&
time=actual&productsDefault=1111101&start=yes
3. URL in einer Zeile in den Browser kopieren
4. Verspätungsseite abrufen

Bahncard kündigen leicht gemacht - Update

Saturday, May 5th, 2007

Seit einiger Zeit gibt es die BahnCard nur noch im Abo. Das ist praktisch für alle, die regelmäßig mit der Bahn fahren. Sie müssen sich um nichts mehr kümmern. Die neue BahnCard kommt direkt per Post in Haus und gilt nahtlos weiter.

Alle Kunden die nicht regelmäßig Bahn fahren können durch das Abo Geld verlieren. Eine Basis-BahnCard 50, 2.Klasse, verliert rechnerisch jeden Tag rund 55 Cent an Wert. Wer nun einige Woche nach Ablauf der alten Karte nicht verreist kann richtig Geld verlieren. In einem Monat summiert sich der Verlust schon auf fast 20 Euro.

Hier kann eine rechtzeitige Kündigung der alten Karte und eine Neubeantragung zur ersten Reise danach Geld sparen. Um aus dem Abo raus zu kommen, muss spätestens sechs Wochen vor Ablauf der alten Karte gekündigt werden.

Neue Adresse

Durch den Wechsel beim Dienstleister für die BahnCard-Betreuung hat sich auch die Adresse geändert, an die Kündigungen des BahnCard-Abos geschickt werden müssen. Die Kündigung muss die 16-stellige BahnCard-Nummer enthalten.

Entweder per Fax an:

Bahncard-Service
60643 Frankfurt am Main
Fax 01805/121998

oder per E-Mail an:

bahncard-service@bahn.de

Für weitere Fragen steht der BahnCard-Service unter 01805/340035 (14 ct./Min.) von Montag bis Freitag 7.00 bis 21.00 Uhr bereit.

Probleme mit der BahnCard

Saturday, May 5th, 2007

Langes Warten auf die BahnCard  (Foto: DB AG/OgilvyOne)
Langes Warten auf die Karte (Foto: DB AG/OgilvyOne)

Bei der Bahn hat der Dienstleister für die Betreuung der BahnCard gewechselt. Das BahnCard-Geschäft wurde bis zum 1.3.2007 zwölf Jahre lang durch das Bertelsmann Tochterunternehmen Arvato im niedersächsischen Schortens abgewickelt. Seit dem 1. März 2007 hat das bahneigene Serviceunternehmen DB Dialog dieses Geschäft übernommen. Damit ist erstmals eine Bahn-Tochter Bahn seit der Einführung der BahnCard im Jahr 1992 für das komplette BahnCard-Geschäft und die Betreuung der BahnCard-Kunden zuständig.

Lange Wartezeit

Bei der Übernahme der Dienstleistung scheint es meiner Meinung nach, zu einigen Problemen gekommen zu sein. Ich warte mittlerweile seit vier Wochen auf den Ersatz meiner gestohlenen Bahncard, außer einer vorläufigen BahnCard (interessanter Weise genau bis zum letzen Tag meiner normalen BahnCard gültig), die ich selbst am Fahrkartenautomat ausdrucken konnte, ist noch kein Ersatz eingetroffen. Von der Hotline wurde mir innerhalb einer Woche Ersatz versprochen.

Ärgerlich daran ist, dass mit der vorläufigen BahnCard keine Punkte für die Kundenbindungsprogramme der Bahn (bahn.comfort und bahn.bonus) gesammelt werden und dass für die Verifizierung der Online-Ticket die Kreditkarte benutzt werden muss.

Mit meinen Problem bin ich nicht allein. Zugbegleiter und Mitarbeiter am Fahrkartenschalter bestätigten unabhängig voneinander, dass es zur Zeit Probleme mit der Zustellung neuer BahnCards gebe. Auch einige Leser des Bahnblogs warten immer noch auf ihr Karten.

Unsere Daten könnt ihr raten …

Sunday, March 11th, 2007

Wer schon immer wissen wollte, was die Deutsche Bahn mit den Kundendaten so alles anstellt und was beim Online-Ticket passiert, sollte den interessanten Beitrag in Patrick Breiers Blog daten-speicherung.de lesen. Da gibt es auch eine Standardschreiben mit dem einer Datenweitergabe an Dritte widersprechen kann.

Gefunden bei netzpolitik.org.

Online-Ticket gestartet

Thursday, August 24th, 2006

Seit heute können Bahnkunden ihre Tickets auch per Mobiltelefon kaufen. Dazu notwendig ist ein modernes MMS-fähiges Gerät, auf das die Kunden nach der Bestellung einen 2D-Barcode geschickt bekommen. Der Barcode wird im Zug von den neuen Kartenlesegeräten der Zugbegleiter wie bei einem bislang üblichen Online-Ticket überprüft.

Teures Vergnügen

Die schöne neue Online-Welt der Bahn ist für den Kunden allerdings mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, sollte die MMS ihren Empfänger nicht erreichen, oder das Handy keinen Strom mehr haben, wird es für den Passagier teuer. In diesem Fall muss eine Karte im Zug nachgelöst werden, das kostet die üblichen Nachlösegebühren. Das ursprüngliche Ticket kann gegen eine Storno-Gebühr von 15 Euro innerhalb eines Jahres umgetauscht werden.

Wer nicht genügend Bargeld oder keine Kreditkarte dabei hat kommt günstiger davon. Zwar wird in diesem Fall eine Fahrpreisnacherhebung in der doppelten Höhe der Fahrkarte fällig, diese muss aber nach Nachweis der Handy-Buchung innerhalb von 14 Tagen nicht bezahlt, lediglich eine Gebühr in der Höhe von sieben Euro wird nacherhoben.

Auch die Sitzplatzreservierung ist per Mobiltelefon teuer, sie kostet genau wie am Schalter und Automat drei Euro, billiger wird es nur bei einer klassischen Online-Buchung, die (sofern Onlinezugang und Drucker vorhanden sind) bis zehn Minuten vor Abfahrt des Zuges möglich ist und bei der lediglich 1,50 Euro fällig werden.

BahnCard kündigen leicht gemacht

Friday, July 14th, 2006

UPDATE:

Durch den Wechsel beim Dienstleister für die BahnCard-Betreuung zum 1.3.2007 hat sich auch die Adresse geändert, an die Kündigungen des BahnCard-Abos geschickt werden müssen. Die Kündigung muss die 16-stellige BahnCard-Nummer enthalten.

Entweder per Fax an:

Bahncard-Service
60643 Frankfurt am Main
Fax 01805/121998

oder per E-Mail an:

bahncard-service@bahn.de

Für weitere Fragen steht der BahnCard-Service unter 01805/340035 (14 ct./Min.) von Montag bis Freitag 7.00 bis 21.00 Uhr bereit.

Die verschiedenen BahnCards der Deutschen Bahn gibt es seit einiger Zeit nur noch im Abo. Wer nicht sechs Wochen vor Ablauf seiner alten BahnCard kündigt erhält automatisch eine Anschluss-Karte. Informationen wo man die BahnCard kündigen kann, sind auf den Seiten der Bahn gut versteckt, deshalb hier eine kurze Übersicht.

Die Kündigung muss an folgende Adresse geschickt werden:

DB Personenverkehr GmbH
Bahncard-Service
Olympiastraße 1
26419 Schortens

Fax: (04421) 999 800
E-Mail: info@bahncard-service.de

Einen Überblick über die verschiedenen BahnCards findet man auf bahn.de.

Shareholder Value

Monday, December 12th, 2005

Bin in den vergangenen Tagen sehr viel mit der Bahn unterwegs gewesen, von Köln nach Gießen, von Gießen nach Hamburg und heute morgen von Hamburg nach Bonn. So weit so gut, alles ist einigermaßen pünktlich gelaufen, alle Anschlüsse haben geklappt.

Der Unterschied: seit Sonntag gilt der Winterfahrplan. Auf den Strecken, die ich nutze gibt es kaum Unterschiede zum alten Fahrplan. Nur die Kosten für die Bahnfahrt sind deutlich gestiegen.

So kosten Tickets im Fernverkehr zwischen 2,6 und fast fünf Prozent (je nach Klasse und Entfernung) mehr und die Bahn hat auch den Mitfahrerabatt für Bahncard-Inhaber gestrichen. Konnten früher bis zu vier weitere Personen von Rabatt des Karteninhabers profitieren, so ist dies heute nicht mehr möglich. Dabei war gerade der Mitfahrer-Rabatt eine prima Werbung für Nicht- oder Gelegenheitskunden, die so einmal einen Eindruck vom Bahnfahren zu realistischen Preisen erhalten konnten - aus vorbei, jetzt ist das Auto halt wieder billiger.

Dafür bleiben alte Unübersichtlichkeiten im Tarifsystem bestehen, denn der Mitfahrerrabatt gilt weiterhin bei den Frühbucherpreisen mit 25 und 50 Prozent Ermäßigung, für die sich Kunden auf einen Zug festlegen müssen. Wir bemerken: Flexibilität wird bei der Bahn nicht groß geschrieben.

Konzernchef Hartmut Mehdorn kann sich aber trotzdem über steigende Nachfrage in der Sparte Fernverkehrs freuen. Bis Ende September lockten ICE und Intercity 700.000 Reisende mehr an als ein Jahr zuvor. Das einstige Sorgenkind werde wohl noch 2005 die Gewinnschwelle erreichen, versprach Mehdorn jetzt dem Aufsichtsrat. Da stellt sich natürlich die Frage, ob die Preiserhöhung wirklich notwendig war. Für den laufenden Betrieb wohl, wohl aber für den kommenden Börsengang, vor dem Bahn so profitabel wie nur möglich da stehen muss. Es ist aber fraglich, ob dies nur über höhere Preise erreicht werden kann.

Der kommende Börsengang bestimmt mittlerweile die gesamte Bahnpolitik, was darüber vergessen wird ist der öffentliche Auftrag der Bahn. Hier lohnt ein Blick ins Grundgesetz. Nach Artikel 87e muss der Bund dem Wohl der Allgemeinheit beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes, sowie bei den Verkehrangeboten Rechnung tragen.

Die jetzt schon betriebene Vernachlässigung des Schienennetztes, die einseitige Konzentration des Konzern auf rentable Sprinterstrecken und der immer weiter betriebene Abbau von Netz und Service sind schon deutliche Vorboten des Börsenganges, an deren Ende für uns Kunden höhere Preise, schlechterer Service und eine vom Schienennetz ferngehaltene Konkurrenz stehen.

Schöne Aussichten für Herrn Mehdorn und die Bahn AG, schlechte für die Kunden.


Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.0 Germany
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