Auf dem Weg nach Hamburg am vergangenen Freitag habe ich den 'Zug der Erinnerung' in Osnabrück am Bahnsteig gesehen, leider war es zum Aussteigen schon zu spät, der IC rollte schon Richtung Norden. Damit das Anderen nicht passiert ein kurzer Terminüberblick über die weiteren Stationen:
- Osnabrück
7. bis 9. Februar im Hauptbahnhof
- Dortmund
10. Februar bis 13. Februar im Hauptbahnhof
- Bochum
14. Februar bis 16. Februar im Hauptbahnhof
- Gelsenkirchen
17. Februar bis 18. Februar im Hauptbahnhof
- Duisburg
19. Februar bis 21. Februar im Hauptbahnhof
- Essen
22. Februar bis 23. Februar im Hauptbahnhof
- Hagen
24. bis 25. Februar im Hauptbahnhof
- Wuppertal
26. Februar bis 28. Februar im Hauptbahnhof
- Aachen
2. März bis 4. März im Hauptbahnhof
- Siegen
5. März bis 6. März im Bahnhof
- Wiehl
Vom 7. März bis 8. März im Bahnhof
Weitere Stationen in NRW folgen
Anschliessend Hamburg, Berlin (in Vorbereitung),
Anfahrt Dresden, Bautzen, Görlitz/Grenze Ende April.
Ankunft Gedenkstätte Auschwitz Anfang Mai 2008
Über die Iniative ist ja in der letzten Zeit viel geschrieben worden. Dabei hat besonders die Gebührenpolitik der Deutschen Bahn AG Kritik hervorgerufen. Der Zug der Erinnerung muss wie jeder Anbieter von Schienenreisen eine bestimmte Abgabe pro gefahrenem Kilometer an die Bahn überweisen. Rabatt gab es für die lobenswerte Aktion bislang nicht. Besonders erbost ist die Initiative über die Gebühren für die Bahnhofsaufenthalte.
Hohe Kosten für den Zug der Erinnerung
Auf ihrer Website veröffentlichte Zug der Erinnerung jetzt die Rechnungen der Bahn AG (PDF) veröffentlicht. Je nach Größe des Bahnhofs werden dem Verein bis zu 45 Euro pro Stunde Aufenthalt im Bahnhof berechnet.
Offener Brief an Tiefensee
Mittlerweile unterstützen zahlreiche Politiker, Gewerkschaftler und Bürger den Protest der Initiative. Auch das 'Bündnis Bahn für alle', das sich kritisch mit der Bahnprivatisierung beschäftigt, hat sich dem Protest angeschlossen. In dem offenen Brief an den Bundesverkehrsminister heisst es: "Tiefensee müsse als Vertreter des DB-Eigentümers den Konzernchef Hartmut Mehdorn zur Räson rufen".
Erinnerungskultur
Bereits in der Vergangenheit hatte sich die Bahn mit Thema Erinnerung schwer getan. So Bahnchef Mehdorn immer wieder betont, das die von ihm abgelehnte Ausstellung über die ermordeten Kinder nur Ausdruck einer 'shock and go' Erinnerungskultur sei, die nichts am Bahnhof verloren hätte. Damals lenkte er erst auf Intervention von Verkehrsminister Tiefensee ein.