Durchstarten zum Streik

Lange war hier im Blog Sendepause, pünktlich zum Bahnstreik geht es weiter. In dreieinhalb Stunden ist es soweit Streikpremiere 2009 bei der Deutschen Bahn. In der ersten Runde wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA ab 4:30 Uhr streiken, gegen Mittag soll der Ausstand wieder beeendet werden. Nach Gewerkschaftsangaben soll in Köln, Düsseldorf, Bremen, Hamburg, Berlin, Saalfeld, Magdeburg, Nürnberg und München die Arbeit niedergelegt werden. Noch ist unklar ob es im Regional- oder Fernverkehr zu Behinderungen kommt.

Anlass für den Streik sind die festgefahrenen Verhandlungen der Tarifpartner. Die Gewerkschaften fordern vor allem verbesserte Arbeitszeiten für die Bahnangestellten mit mindestens 12 freien Wochenenden pro Jahr.

Einzige gute Nachricht für alle Wochenendpendler, von Freitag bis Montag soll es keine weiteren Streikaktionen geben.

Ab 4:30 Uhr wird gestreikt

Reisende können sich auf den Seiten der Bahn über eventuelle Verspätungen und Zugausfälle informieren. Am besten wirft man einen Blick auf die digitalen Ankunft- und Abfahrtstafel (bahn.de/ris), dort kann man die aktuellen Verspätungen für jeden Bahnhof nachschlagen.

Die Bahn hat außerdem eine kostenlose Streikhotline eingerichtet. Unter der Nummer 08000 99 66 33 sind ab sofort rund um die Uhr Informationen zum Arbeitskampf zu erhalten.

3 Responses to “Durchstarten zum Streik”

  1. Marc Says:

    Moin Moin,

    sorry, in meinen Augen - als betroffener Berufspendler - sind das keine Warnstreiks sondern Geiselnahmen. Dann soll das Servicepersonal mal 12 Stunden keine Fahrkarten kontrollieren oder sonst was veranstalten. Aber die Art und Weise wie die Streiks dieser Bahn-"Gewerkschaften" geführt werden sind echt der Kracher.

    Für mich sind das Machtdemonstrationen auf dem Rücken derer, die sich nicht wehren können. Tolle Leistung, doch doch, das lässt sich auch nur schwerlich schönreden.

    End of Topic von meiner Seite
    Grüße
    Marc (der, sobald es wieder leistbar ist, garantiert auf die Dienste des öffentlichen Nahverkehrs verzichtet)

  2. sel Says:

    @Marc - und darf ich mal fragen welch vertretbare Alternative Du zur Bahn siehst - etwa das Auto mit dem täglich selbstgewählten Streik - auch Stau genannt?

  3. Daniel Says:

    Zum Glück war es diesmal nicht so schlimm. Da hatte der überraschend einsetzende Winter ja mehr Chaos angerichtet. Wahrscheinlich wollte Herr Mehdorn das Thema aber auch schnell vom Tisch haben, um sich ganz auf die Datenpanne konzentrieren zu können. ;-)

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