Neuer Fahrplan - teure Reise

Mit dem Fahrplanwechsel am heutigen Sonntag wird das Reisen mit der Deutschen Bahn bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr teurer. In der zweiten Klasse müssen Kunden im Nah- und Fernverkehr rund 2,9 Prozent mehr für die Fahrkarten zahlen. Hatte bei der ersten Preisrunde im Januar die gestiegene Mehrwertsteuer als Begründung herhalten müssen, führt die Bahn diesmal die gestiegenen Energie- und Personalkosten an.

Erste Klasse verteuert sich nochmals deutlich um 4,3 Prozent

Aber auch die Preise der 1. Klasse steigen deutlich. Der Faktor für die 1. Klasse erhöht sich nach Angaben der Bahn auf 1,6 erhöht. Bislang beträgt er 1,57. Da sich die 1. Klasse Preise auf die der 2. Klasse beziehen, steigen sie insgesamt um 4,3 Prozent.

Reservierungskosten steigen um 100 Prozent

Auch die Preise für Reservierungen steigen, in der zweiten Klasse um 33 Prozent auf zwei Euro, bei Buchung im Internet sowie an DB-Automaten. Vier Euro kostet eine Reservierung in der zweiten Klasse zukünftig am Schalter. In der 1. Klasse wird der Preis um 100 Prozent auf drei Euro im Internet und an DB-Automaten steigen, am Schalter werden zwei Euro mehr fällig, eine Reservierung kostet in der 1. Klasse hier ab Dezember fünf Euro.

Bahncardpreise steigen erneut

Ebenfalls teuer werden die Bahncards mit 50 Prozent Ermäßigung. Ihre Preise steigen um 3,8 Prozent. So kostet eine Bahncard 50% 2. Klasse ab sofort 220 Euro eine Bahncard 505 1. Klasse 440 Euro. Die Netzkarte (Mobility BahnCard 100) verteuern sich ebenfalls auf 3.500 Euro in der 2. und auf 5.900 Euro in der 1. Klasse. Die Preise für die Bahncard 25% stiegen auf 55 bzw. 110 Euro.

Umweltverbände kritisieren Fahrpreiserhöhung

"Es ist allzu verständlich, wenn sich die Bahnkunden über die Preispolitik der Bahn aufregen", erklärt dazu VCD-Bundesvorsitzender Michael Gehrmann. "Auf der einen Seite brüstet sich der Konzern mit immer neuen Rekordeinnahmen und hält stur an dem Ziel der Börsentauglichkeit fest - ungeachtet aller politischen Probleme damit. Auf der anderen Seite zieht die Bahn die Preisschraube immer weiter an. Die Kunden fühlen sich dadurch zurecht als Zahlmeister für ein zum Scheitern verurteiltes Projekt." (Quelle:vcd-blog.de)

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