Freie Fahrt am Dienstag
"Wir wollen der Deutschen Bahn am heutigen Tag noch Gelegenheit geben, uns ein verbessertes Angebot vorzulegen. Sollte sie dies nicht machen, provoziert sie weitere Arbeitskämpfe. Diese könnten dann sowohl den Güter- als auch den Fern- und Nahverkehr betreffen." so Manfred Schell auf der Webseite der GDL. Weitere Streiks soll es erst ab Mittwoch geben. Die Entscheidung wann und wo gestreikt wird, will die Gewerkschaft am Dienstagmittag in einer Pressekonferenz bekannt geben.
GDL-Bezirke machen Druck
Streiks könnten nach GDL-Angaben sowohl im Personen- als auch im Güterverkehrstattfinden. Gewerkschaftsintern soll es kräftig rumoren. Mehrere Bezirksvorsitzende der Lokführergewerkschaft sollen sich für unbefristete Streiks ausgesprochen haben. Die Bild-Zeitung zitiert den Vorsitzenden des Bezirks Nordrhein-Westfalen, Frank Schmid: "Wir zielen auf unbefristeten Streik, im Zweifel im Nah-, Fern- und Güterverkehr gleichzeitig."
Bahn bleibt hart
Die Bahn scheint die härtere Gangart der Gewerkschaft nicht sonderlich zu beeindrucken. Sie will der GDL kein neues Angebot unterbreiten. Es soll bei der schon öfter genannten Einmalzahlung von 600 Euro, der Lohnerhöhung von 4,5 Prozent und dem Angebot zu besserem Verdienst durch Mehrarbeit.
Erneuter Schlichtereinsatz möglich?
Wie das Bahnblog am Rande einer Veranstaltung in Wien am Freitag erfuhr, scheint auch ein erneuter Einsatz der Mediatoren Biedenkopf und Geißler nicht ausgeschlossen. Kurt Biedenkopf sagte, dass sie "immer noch standby" seien.
