Regierung diskutiert neue Privatisierungsmodelle

Am Montag diskutiert der Koalitionsausschuss neue Vorschläge zur Bahnprivatisierung. Eine Entscheidung soll im Dezember fallen. Uberlegt wird die Umgestaltung des Bahnkonzerns zu einer Finanzholding, die organisatorisch in ein Infrastruktur-Unternehmen mit Gleisnetz, Bahnhöfen und Servicebereich und ein Transport-Unternehmen mit der Logistiksparte aufgeteilt werden soll.Das Transport-Unternehmen könnte danach ganz oder teilweise an Finanzinvestoren verkauft werden und so der Bahn neues Kapital für eine weitere Expansion zu beschaffen.

Nach dem Beschluss des SPD-Parteitages die Bahn nur mit Hilfe von sogenannten Volksaktien an die Börse zu bringen war die Bahnprivatisierung kurzfristig ins Stocken geraten, da die CDU eine solche Lösung unter keinen Umständen mittragen wollte.

Transnet warnt vor Zerschlagung des Konzerns

Gegen den neuen Vorschlag regt sich mittlerweile heftiger Widerstand der größten Bahngewerkschaft Transnet. Die Arbeinehmervertretung hatte in der Frage der Privatisierung immer die Position von Bahnchef Mehdorn unterstützt, der einen integrierten Konzern an die Börse bringen wollte. Für den Fall einer Spaltung des Konzern hat Transnet schon Streiks angekündigt.

2 Responses to “Regierung diskutiert neue Privatisierungsmodelle”

  1. Bahn vs. GDL im Blog Says:

    […] Unverständnis ernteten die einzelnen Vertreter des Bahnvorstandes nach einer Offenlegung ihrer Gehälter und deren Steigerungen über die letzten Jahre. Ein User zitiert den Spiegelbericht, der […]

  2. Sebastian Weigle » Blog Archive » Zukunftsunternehmen deutsche Bahn Says:

    […] Auch wenn es manche bestreiten, es besteht wahrscheinlich ein enger Zusammenhang mit dem Thema Zerschlagung der Bahn (mehr Infos gibt es im Bahnblog.) […]

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