Tarifverhandlungen in der Zeitung

Anzeige der Deutschen Bahn
Die Bahn befeuert den Tarifkonflikt mit halbseitigen Anzeigen, die heute in allen großen Tageszeitungen in Deutschland erschienen sind. Darin wiederholt sie ihr Angebot an die Lokführer, 10 Prozent mehr Lohn, eine Einmalzahlung, sowie einen eigenen Tarifvertrag. Dies lässt die GDL nicht unwidersprochen, in einer Pressemitteilung antwortet sie der Bahn:
- Lokomotivführer sollen die zehn Prozent Entgeltsteigerung nur dann erhalten, wenn sie hierfür wöchentlich zwei Stunden länger arbeiten – ergo ein Nullsummenspiel.
- Die angebotenen 2 000 Euro Einmalzahlung beinhalten zum einen die bereits mit der Tarifgemeinschaft Transnet/GDBA (TG) vereinbarte Einmalzahlung von 600 Euro. Zusätzlich sollen die Lokomotivführer 1 400 Euro für Mehrleistungsstunden erhalten – also für eine bereits erbrachte Leistung.
- Der angebotene eigene Tarifvertrag ist nichts anderes als ein Knebelvertrag, mit dem die GDL in ein Verhandlungskorsett mit der Transnet gezwungen werden soll. Außerdem hat die GDL auch heute schon eigene Tarifverträge.
Die DB hat durch ihre Anzeigenkampagne erneut keine Kosten gescheut, um die Öffentlichkeit bewusst zu täuschen und die Lokomotivführer zu provozieren. Damit beschwört sie eine noch schärfere Gangart im Tarifkonflikt herauf! (Quelle: gdl.de)
Das VerhandlungsangebotDie Werbung dürfte die Bahn eine stolze Summe Geld gekostet haben. Hinzu kommen laut Konzern geschätzte zehn Millionen Euro Schaden für jeden Streiktag.
