Die Hälfte ist geschafft - Zwischenbilanz des 30-Stunden-Streiks
Die Hälfte des Bahnstreiks ist überstanden, Zeit eine kleine Zwischenbilanzb zu ziehen. Eins vorweg, keine der beiden Parteien, weder die Deutsche Bahn AG noch die Gewerkschaft der Lokführer GDL, sind sich in der Farge des Tarifvertrags auch nur einenn Millimeter näher gekommen. Neue Verhandlungen sind nicht in Sicht, die GDL beharrt weiterhin auf einem 'eigenständigen' Tarifvertrag und deutlichen Einkommensverbesserungen, die Bahn bietet weiterhin 10 Prozent bei einer deutlichen Ausweitung der Arbeitszeit. Daher scheinen weitere Streiks gewiss.
Im Osten herrscht Stillstand
Die Behinderungen durch den Streik sind bundesweit sehr unterschiedlich zu spüren. Während im Osten in vielen Regionen der Nah- und Regionalverkehr fast zum erliegen gekommen ist, läuft es im Westen der Republik noch leidlich rund. Im Osten der Republik ist der Organisationsgrad der GDL besonders hoch, hier sind die meisten der Lokführer GDL-Mitglied, zudem gibt es gerade dort die wenigstens verbeamteten Lokführer. Nach Angaben der Bahn verkehrten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern nur 10 Prozent aller Züge. Einige Städte, wie Wismar waren zeitweise komplett vom Bahnverkehr abgeschnitten.
Im Westen fährt nur jeder zweite Zug
In den Bundesländern Niedersachsen, NRW, Rgeinland-Pfalz und Baden-Würrtemberg sah die Lage für die Pendler deutlich besser aus. Hier fiel nach Unternehmensangaben nur jeder zweite Zug aus. Zudem schienen sich viele Pendler auf die Streiks eingestellt zu haben und sind mit dem Auto zur Arbeit gefahren, die kilometerlangen Staus sollten eigentlich eine gute Werbung für die Bahn sein.
Fernverkehr läuft normal
Glaubt man der minutengenauen Fahrplanauskunft rollt der Fernverkehr heute weitgehend reibungslos. Es kommt nur zu geringen Verspätungen, die kaum über das übliche Maß hinausgehen. Auch die Gründe sind die gleichen wie sonst auch: Signalstörung, verspätete Übergabe aus dem Ausland, Baustelle, defekter Wagen usw.
bahn.de wieder erreichbar
Auch die Webseite der Bahn bahn.de ist wieder erreichbar, Kunden können sich hier unter der Adresse http://www.bahn.de/blitz/view/index.shtml über die Ersatzfahrpläne informieren.
