Freie Fahrt am Montag
Am heutigen Montag will die Gewerkschaft der Lokführer nicht streiken. Wie GDL-Vize Günther Kinscher gestern mitteilte sollen damit vor allem die Ost-Deutschen Pendler geschont werden, die zu großer Zahl zu Wochenbeginn in den Westen fahren. Die bisherigen Streiks hatten vor allem dort zu großen Behinderungen geführt, da die Gewerkschaft GDL besonders im Osten über einen hohen Organisationsgrad verfügt.
Streiks am Dienstag oder Mittwoch
Für die nächsten Tage kündigte die GDL weitere Streiks an. Vor allem möchte die Gewerkschaft auch im Fern- und Güterverkehr streiken, entsprechende Schritte gegen die Einstweiligen Verfügungen haben die Lokführervertreter bereits eingeleitet. Der Druck auf den Arbeitgeber soll so erhöht werden.
Die Bahn überlegt inzwischen weitere gerichtliche Mittel gegen die Lokführer einzusetzen, sollte es weiterhin zu keiner Lösung im Tarifkonflikt kommen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte Personalvorstand Suckale: "Es kann nur eine Verhandlungslösung geben. Sollte sich aber die GDL-Führung weiterhin Verhandlungen verweigern, müssen wir die Gerichte einschalten. Als Vorstand der Bahn ist es unsere Pflicht, jedes Mittel auszuschöpfen, um Schaden von unseren Kunden, unserem Unternehmen und unseren Mitarbeitern abzuwenden."
