Bahn trickst Verkehrsverbünde aus

Das Fernsehmagazin Kontraste berichtete gestern Abend über die Deutsche Bahn. In dem Beitrag ging es um einen Bericht der Bahn, in dem sie den Zustand ihres Schienennetzes dokumentiert. Alles prima – so die Zusammenfassung des letzten Berichts. Nur 35 "Langsamfahrstellen" gebe es beispielsweise in Berlin-Brandenburg. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg gab jedoch selbst ein Gutachten in Auftrag – und fand heraus: An weit über 600 Stellen mussten die Loks ihre Geschwindigkeit drosseln.

Das meinen wir ist Trickserei. DB Netz sagt, alles, was länger eine Langsamfahrstelle ist als nach dem letzten Fahrplanwechsel ist für DB Netz keine Langsamfahrstelle. Das heißt, wenn der Schaden nicht beseitigt ist, und es kommt der nächste Fahrplan, denn jedes Jahr haben wir ja Fahrplanwechsel, dann sagt Netz: Jetzt ist das eine reguläre Fahrstelle und keine Langsamfahrstelle mehr. Das kann einfach nicht sein.
Hans-Werner Franz, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

Der Bericht schließt mit der treffenden Bemerkung: "Wenn Bahnchef Mehdorn sich mit seinen Plänen durchsetzt und die Abgeordneten grünes Licht für die Privatisierung auch des Netzes geben – dann sieht die Zukunft des Regionalverkehrs so aus: Vergammelt, vergessen und verkauft. "

Der Beitrag kann auf den Webseiten von Kontraste angeschaut werden (leider nur im Windows Media Format).

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