Tarifverhandlungen verschoben

Auch wenn man sich fast nicht mehr daran erinnern kann - bei der Deutschen Bahn AG finden Tarifverhandlungen statt. Die Gewerkschaft der Lokführer/GDL und die Bahn AG verhandeln über einen seperaten Tarifvertrag für die Lokführer. Die Verhandlungen scheinen allerdings schwierig zu sein. Laut Aussagen einer Bahnsprecherin liegen die Verhandlungspositionen immer noch weit auseinander.

Gewerkschaft und Bahn hatten auf Initiative der Vermittler Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler zugestimmt, ohne Streiks bis spätestens zum 30.9. ein Verhandlungsergebnis zu erzielen. Nach Angaben der GDL weicht die Bahn aber von bereits zugesagten Positionen wieder ab:

Dabei wurde deutlich, dass der Arbeitgeber von den Inhalten des Moderatorenergebnisses wieder ein stückweit abrückt. So ist er nach zwei Sondierungen und zwei Tarifverhandlungen nur dazu bereit, einige arbeitszeit- und entgeltspezifische Details zu verhandeln, die ausschließlich Lokomotivführer betreffen. Dies entspricht jedoch nicht der Ende August getroffenen Vereinbarung.

Neben den Verhandlungen mit der GDL spricht die Bahn auch mit den beiden anderen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA über neue Entgeldstrukturen für die Beschäftigten. Die Ergebnisse aus beiden Verhandlungen sollen dann in das gesamte Tarifwerk der Bahn eingefügt werden.

Die nächste Runde soll am kommenden Donnerstag (20.9.) in Frankfurt am Main stattfinden. Bisdahin will die Bahn einen eigenen Entwurf eines Tarifvertrags für die Lokführer vorlegen.

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