183=13

'183=13' Flashmob gegen die Bahnprivatisierung in Hamburg
'183=13' - Flashmob gegen die Bahnprivatisierung im Hamburger Hauptbahnhof (Foto: privatisierungstoppen.deinebahn.de - J. Mumme)

Das "Bündnis Bahn für alle" hatte am Samstag zu Protestaktionen an 50 Bahnhöfen in ganz Deutschland aufgerufen. Bei dem Flashmob machten die Beteiligten um fünf vor zwölf mit mitgebrachten Instrumenten jede Menge Krach, anschließend zerissen die Demonstranten Plakate mit der Gleichung "183 = 13", nach zwei Minuten war das Spektakel vorbei. Zurück blieben irritierte Passanten und überforderte Sicherheitskräfte. Mit dem Flashmob soll gegen den drohenden Ausverkauf der Bahn protestiert werden. Die zu erwartenden Privatisierungserlöse dürften deutlich unter dem wahren Wert der Bahn liegen.

"183 gleich 13, das geht gegen den gesunden Menschenverstand. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee, SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Struck und Unions-Fraktionschef Volker Kauder können offenbar nicht rechnen", sagte Bernhard Knierim vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac, einer der 13 Organisationen, die im Bündnis "Bahn für Alle" gegen die Bahnprivatisierung kämpfen. "Laut amtlicher Statistik hat die Deutsche Bahn AG heute ein Vermögen von 183 Milliarden Euro. Davon soll die Hälfte verkauft werden, doch mehr als 6,5 Milliarden Euro kommen dafür nicht rein", erklärte Knierim. "So kommt die Lügengleichung 183 = 13 heraus – das ist die Formel für Verschleuderung von öffentlichem Eigentum." (Quelle: privatisierungstoppen.deinebahn.de

Die Medienresonanz ist nicht so schlecht gewesen, viele Tageszeitungen (z.B. welt.de) berichteten über den Flashmob. Einige erklärten auch, was sich hinter der Bezeichnung verbirgt.

Sogar das Anne-Will-Blog, ein Redaktionsblog, das die neue Talkshow von Anne Will im Ersten begleitet, berichtete über den Flashmob am Berliner Hauptbahnhof (mit einigen Bildern).

2 Responses to “183=13”

  1. Hanfeld Says:

    Es ist ein Gebot der volkswirtschaftlichen Vernunft, denjenigen Verkehrsträger zu fördern und zu stärken, der die wenigsten unerwünschten Schäden und damit Zusatzkosten verursacht – und das ist mit weitem Abstand die Bahn.

    Quelle:
    Hermann Scheer, Peter Friedrich:
    Die Bahn: Zukunftsinvestment aller Bürger

    In dieser Publikation findet man u.a. die folgenden Argumente zum Treibhausgas Kohlendioxid und zum Gütertransport auf der Straße, die gegen eine Privatisierung der Deutschen Bahn sprechen:

    (1) Treibhausgas Kohlendioxid
    Ein Vergleich der Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ergibt folgende Werte (in Gramm je Personenkilometer, Fernverkehr):

    Bahn ………. 52
    PKW ……….. 147
    Flugzeug … 183107

    (2) Gütertransport
    Die auf der Straße erbrachte Verkehrsleistung ist in den letzten Jahren enorm angestiegen:
    1993: 251 Mrd. Tonnenkilometer | 2004: 380 Mrd. Tonnenkilometer

    Der Anteil des Schienenverkehrs an der Güterbeförderungsleistung
    stagniert praktisch:
    1994: 16,8 Prozent | 2004: 15,9 Prozent

    ——————-

    Nun hat aber Bundeskanzlerin Merkel im letzten ZDF-Sommerinterview (26.8.2007) u.a. gesagt:
    "Wir werden die Bahn privatisieren"

    Privatisierung hat aber immer negative Folgen für den Bürger
    (Werner Rügemer: Privatisierung in Deutschland - Eine Bilanz).

    Erkunden Sie doch mal spielerisch die zu erwartenden Folgen der Bahnprivatisierung mit BAHNOPOLY:
    http://www.campact.de/bahn/opoly/start

  2. Bahnblog » Blog Archive » Flashmob gegen die Bahnprivatisierung Says:

    […] gegen die Bahnprivatisierung auf. Bereits die erste Aktion am 9. September war ein großer Erfolg, mehrere tausend Menschen demonstrierten unter dem Motto 183=13 gegen den Ausverkauf der Bahn. Sei am Samstag, 6. Oktober, pünktlich um 11.50 Uhr im Hauptbahnhof […]

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