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	<title>Comments on: Hartmut Mehdorn - Sprachpanscher des Jahres</title>
	<link>http://bahnblog.agentur-65.com/2007/08/31/hartmut-mehdorn-sprachpanscher-des-jahres/</link>
	<description>Neues aus der Welt der Deutschen Bahn</description>
	<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 00:33:26 +0000</pubDate>
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		<title>By: Korinther55</title>
		<link>http://bahnblog.agentur-65.com/2007/08/31/hartmut-mehdorn-sprachpanscher-des-jahres/#comment-22778</link>
		<dc:creator>Korinther55</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 10:19:22 +0000</pubDate>
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		<description>Ich erlaube mir einmal, http://vds-watch.blogspot.com/2007/08/dortmund.html zu zitieren:

"Dortmund. Der allgemein unbekannte und deshalb auf spektakul&#228;re Aktionen angewiesene Verein Deutsche Sprache des Statistikprofessors Walter Kr&#228;mer hat "wieder einmal" die Deutsche Bahn abgestraft, die "sich von der deutschen Sprache verabschiedet" habe. Da es aber beim VDS Sitte ist, nicht K&#246;rperschaften, sondern Personen zu verunglimpfen, ist also der derzeitige Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn der "Beg&#252;nstigte". Nun sind wir uns alle dar&#252;ber einig, dass wir manchmal zu viele Anglizismen verwenden. Einig sind wir uns auch, dass wir etwas dagegen tun m&#252;ssen. Ich pers&#246;nlich war immerhin selbst Vollmitglied im VDS und bin immer noch Wortpate zweier wunderbarer deutscher Worte. Das war und ist mir wichtig.

Aber was gewinnen wir, wenn wir anfangen, Menschen an den Pranger zu stellen?

Jil Sander hat einmal in einem live ausgestrahlten Interview in freier Rede relativ (nein - fast nur) Anglizismen verwendet, gr&#246;&#223;tenteils fachspezifische. Als in der ganzen Welt aktive Modesch&#246;pferin denkt sie wahrscheinlich in solchen Begriffen. Der VDS gie&#223;t in allersch&#246;nster Boulevard-Manier den ganzen K&#252;bel seiner Verachtung &#252;ber sie und k&#252;rt sie zum "Sprachhunzer" des Jahres 1997. Aber zur&#252;ck zu Hartmut Mehdorn, dem diesj&#228;hrigen Preistr&#228;ger. In der Laudatio hei&#223;t es: "Die weltweit &#252;ber 30.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. haben Hartmut Mehdorn, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, zum Sprachpanscher des Jahres 2007 gew&#228;hlt. Nach Johannes Ludewig ist Mehdorn damit bereits der zweite Bahn-Chef, dem diese zweifelhafte Ehre zuteil geworden ist. 'Leider hat die Deutsche Bahn aus diesem ersten Preis nicht viel gelernt' kommentierte Vereinsvorsitzender Kr&#228;mer das Ergebnis dieser Wahl. 'Noch immer gibt es an deutschen Bahnh&#246;fen counter statt Schalter, einen service-point statt einer Auskunft und zum Pinkeln mu&#223; man zu McClean'." Counter? An keinem Fahrkartenschalter steht "Counter"! Nur in internen Publikationen der f&#252;r das Markendesign verantwortlichen Abteilung gibt es "Counter". Und in einem Faltblatt f&#252;r das bahn.comfort-Angebot habe ich auch mal dergleichen gelesen. Ich wei&#223; also nicht, woher Kr&#228;mer bei der Bahn einen "Counter" gesehen haben will. Da er die Bahn ja so zu hassen scheint, wird er sich ja wohl nicht entbl&#246;den, mit ihr zu fahren, und dann noch ausgerechnet in der 1. Klasse! DB Service Point? Richtig, die hei&#223;en so. Aber die allermeisten Reisenden wissen damit etwas anzufangen (Kr&#228;mer und Konsorten ausgenommen, die stellen sich absichtlich dumm). Und unter besagtem Johannes Ludewig gab es die DB Service Points noch nicht. Hier wird durch Kr&#228;mer Kontinuit&#228;t suggeriert. Und McClean?!? Jetzt hat Kr&#228;mer den Vogel abgeschossen. Nicht etwa die WC-Center werden bem&#228;ngelt. Nein, jetzt ist Hartmut Mehdorn pers&#246;nlich daf&#252;r haftbar zu machen, dass die Schweizer Firma, die die Bahnhofstoiletten bewirtschaftet, "McClean" hei&#223;t. Und n&#228;chstes Jahr bekommt Hartmut Mehdorn noch einmal den Preis, weil die Bahnhofsrestaurants "McDonald's" hei&#223;en. In der Laudatio wird es hei&#223;en: "... und zum Essen mu&#223; man zu McDonald's". Fassen wir also zusammen: Das "Urteil" wird mit drei Anglizismen begr&#252;ndet. Einer taucht so gut wie nie auf, einer ist berechtigt (wenn man Anglizismen f&#252;r das B&#246;se in der Welt h&#228;lt), einer ist ein Eigenname. Klasse gemacht! Bei so viel Inkompetenz, Uninformiertheit und Subjektivit&#228;t stellt sich der Verein des notorischen Cholerikers Kr&#228;mer selbst ins Abseits1). Ich pers&#246;nlich bin froh, dass ich meine sprachpflegerischen Aktivit&#228;ten nicht mehr unter den erdr&#252;ckenden "Fittichen" des VDS entfalte, sondern in einem der anderen "Penner-Vereine" (O-Ton Kr&#228;mer). Der VDS ist nicht mehr ernst zu nehmen. -am

1) Nein, tut er nicht. Da ist er schon.

Ungek&#252;rzte &#220;bernahme aus dem "Sprachrohr"-Blog mit freundlicher Genehmigung des Betreibers."</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erlaube mir einmal, <a href="http://vds-watch.blogspot.com/2007/08/dortmund.html" rel="nofollow">http://vds-watch.blogspot.com/2007/08/dortmund.html</a> zu zitieren:</p>
<p>&#034;Dortmund. Der allgemein unbekannte und deshalb auf spektakul&#228;re Aktionen angewiesene Verein Deutsche Sprache des Statistikprofessors Walter Kr&#228;mer hat &#034;wieder einmal&#034; die Deutsche Bahn abgestraft, die &#034;sich von der deutschen Sprache verabschiedet&#034; habe. Da es aber beim VDS Sitte ist, nicht K&#246;rperschaften, sondern Personen zu verunglimpfen, ist also der derzeitige Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn der &#034;Beg&#252;nstigte&#034;. Nun sind wir uns alle dar&#252;ber einig, dass wir manchmal zu viele Anglizismen verwenden. Einig sind wir uns auch, dass wir etwas dagegen tun m&#252;ssen. Ich pers&#246;nlich war immerhin selbst Vollmitglied im VDS und bin immer noch Wortpate zweier wunderbarer deutscher Worte. Das war und ist mir wichtig.</p>
<p>Aber was gewinnen wir, wenn wir anfangen, Menschen an den Pranger zu stellen?</p>
<p>Jil Sander hat einmal in einem live ausgestrahlten Interview in freier Rede relativ (nein - fast nur) Anglizismen verwendet, gr&#246;&#223;tenteils fachspezifische. Als in der ganzen Welt aktive Modesch&#246;pferin denkt sie wahrscheinlich in solchen Begriffen. Der VDS gie&#223;t in allersch&#246;nster Boulevard-Manier den ganzen K&#252;bel seiner Verachtung &#252;ber sie und k&#252;rt sie zum &#034;Sprachhunzer&#034; des Jahres 1997. Aber zur&#252;ck zu Hartmut Mehdorn, dem diesj&#228;hrigen Preistr&#228;ger. In der Laudatio hei&#223;t es: &#034;Die weltweit &#252;ber 30.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. haben Hartmut Mehdorn, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, zum Sprachpanscher des Jahres 2007 gew&#228;hlt. Nach Johannes Ludewig ist Mehdorn damit bereits der zweite Bahn-Chef, dem diese zweifelhafte Ehre zuteil geworden ist. &#039;Leider hat die Deutsche Bahn aus diesem ersten Preis nicht viel gelernt&#039; kommentierte Vereinsvorsitzender Kr&#228;mer das Ergebnis dieser Wahl. &#039;Noch immer gibt es an deutschen Bahnh&#246;fen counter statt Schalter, einen service-point statt einer Auskunft und zum Pinkeln mu&#223; man zu McClean&#039;.&#034; Counter? An keinem Fahrkartenschalter steht &#034;Counter&#034;! Nur in internen Publikationen der f&#252;r das Markendesign verantwortlichen Abteilung gibt es &#034;Counter&#034;. Und in einem Faltblatt f&#252;r das bahn.comfort-Angebot habe ich auch mal dergleichen gelesen. Ich wei&#223; also nicht, woher Kr&#228;mer bei der Bahn einen &#034;Counter&#034; gesehen haben will. Da er die Bahn ja so zu hassen scheint, wird er sich ja wohl nicht entbl&#246;den, mit ihr zu fahren, und dann noch ausgerechnet in der 1. Klasse! DB Service Point? Richtig, die hei&#223;en so. Aber die allermeisten Reisenden wissen damit etwas anzufangen (Kr&#228;mer und Konsorten ausgenommen, die stellen sich absichtlich dumm). Und unter besagtem Johannes Ludewig gab es die DB Service Points noch nicht. Hier wird durch Kr&#228;mer Kontinuit&#228;t suggeriert. Und McClean?!? Jetzt hat Kr&#228;mer den Vogel abgeschossen. Nicht etwa die WC-Center werden bem&#228;ngelt. Nein, jetzt ist Hartmut Mehdorn pers&#246;nlich daf&#252;r haftbar zu machen, dass die Schweizer Firma, die die Bahnhofstoiletten bewirtschaftet, &#034;McClean&#034; hei&#223;t. Und n&#228;chstes Jahr bekommt Hartmut Mehdorn noch einmal den Preis, weil die Bahnhofsrestaurants &#034;McDonald&#039;s&#034; hei&#223;en. In der Laudatio wird es hei&#223;en: &#034;&#8230; und zum Essen mu&#223; man zu McDonald&#039;s&#034;. Fassen wir also zusammen: Das &#034;Urteil&#034; wird mit drei Anglizismen begr&#252;ndet. Einer taucht so gut wie nie auf, einer ist berechtigt (wenn man Anglizismen f&#252;r das B&#246;se in der Welt h&#228;lt), einer ist ein Eigenname. Klasse gemacht! Bei so viel Inkompetenz, Uninformiertheit und Subjektivit&#228;t stellt sich der Verein des notorischen Cholerikers Kr&#228;mer selbst ins Abseits1). Ich pers&#246;nlich bin froh, dass ich meine sprachpflegerischen Aktivit&#228;ten nicht mehr unter den erdr&#252;ckenden &#034;Fittichen&#034; des VDS entfalte, sondern in einem der anderen &#034;Penner-Vereine&#034; (O-Ton Kr&#228;mer). Der VDS ist nicht mehr ernst zu nehmen. -am</p>
<p>1) Nein, tut er nicht. Da ist er schon.</p>
<p>Ungek&#252;rzte &#220;bernahme aus dem &#034;Sprachrohr&#034;-Blog mit freundlicher Genehmigung des Betreibers.&#034;</p>
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