Kaum gestreikt - schon vermittelt
Am Donnerstag einigten sich die Lokführergewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn AG auf Kurt Biedenkopfund Heiner Geißler als Mediatoren. Zunächst hatte die GDL den EX-Generalsekretär der CDU ins Gespräch gebracht, kurze Zeit später präsentierte die Bahn den ehemaligen sächischen Ministerpräsidenten. Nach einem Mini-Streik sollen nun die beiden CDU-Politiker die Streithähne Mehdorn und Schell wieder an den Verhandlungstisch zurückbringen.
CDU-Recken sollen's richten
Erste Konsequenz, die Gewerkschaft kündigte an, in der nächsten Zeit auf weitere Streiks zu verzichten. Gewerkschaftssprecher Maik Brandenburger sagte: "Wir werden zunächst nicht zu weiteren Streiks aufrufen. Das wäre in dieser Situation kontraproduktiv." Bereits in der kommenden Woche soll jetzt weiter verhandelt werden.
Die Ausgangspositionen haben sich indes nicht verändert. Die Gewerkschaft fordert nach wie vor einen eigenen Tarifvertrag und deutliche Verbesserungen bei Arbeitszeit und Gehalt. Die Bahn will nach wie vor keinen eigenen Tarifvertrag für Lokführer, bietet aber Verhandlungen über eine verbesserte Eingruppierung der Lokführer.
Für die Kunden ist zunächst einmal Entspannung angesagt, bis weit in die nächste Woche hinein ist nicht mit weiteren Streiks zu rechnen.
