Schlichter für Schell - Moderator für Mehdorn
Es bewegt sich was beim Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn AG und der Lokführergewerkschaft GDL. Gestern sagte GDL-Chef Schell im Fernsehsender N24: "Wenn irgendein so genannter Moderator hineinkommen sollte, der dann versucht, irgendetwas in die Wege zu leiten, dann würden wir uns nicht dagegen sperren". Die Äußerung wurde von Seiten der Bahn sogleich als Zeichen für eine neue Verhandlungsbereitschaft gewertet.
Unklar ist wer den Schlichter geben soll und wie ein solches Verfahren durchgeführt werden soll. In der Sache zeigt sich zudem die Bahn hart. Einen eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer solles nach Aussagen von Personalvorstand Suckale auf keinen Fall geben. Anders die Gewerkschaft: "Jedes Mitglied weiß, dass 31 Prozent niemals realisiert werden", sagte Schell. Diese Zahl sei von der Bahn ins Spiel gebracht worden.
Überraschend hat die Bahn zwei Eilanträge auf ein gerichtliches Streikverbot zurückgezogen, die Anträge waren von den Arbeitsgerichten in Hagen und Stuttgart an das Gericht in Frankfurt verwiesen worden. Trotzdem behalte sich die Bahn weitere juristische Schritte vor.
