In Hamburg und Berlin wird gestreikt

Am Donnerstag werden die S-Bahnen in Hamburg und Berlin bestreikt
Die Lokführergewerkschaft GDL kündigte am Nachmittag an, in beiden Städten die S-Bahn zu bestreiken. Zwischen Donnerstag 8:00 und 10:00 Uhr sind in beiden Städten hunderte Mitarbeiter zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Warum kann die GDL die S-Bahnen trotz der Gerichtsurteile in Chemnitz (Verbot von Streiks bei DB Regio) und Nürnberg (Verbot von Streiks bei Railion und DB Fernverkehr) zum Streik aufrufen?
Die Antwort darauf ist einfach: keine der beiden S-Bahnen gehört zu den von den Urteilen betroffenen Unternehmensteilen Railion oder Fernverkehr. Auch die im Chemnitzer Urteil genannte DB Regio betreibt die S-Bahnnen in Hamburg und Berlin nicht. Zu ihr gehören lediglich S-Bahnen in anderen Städten, etwa in München, Stuttgart oder Leipzig.
Die Beeinträchtigungen für die Pendler sind also ganz legal. Allzu schlimm dürften die Auswirkungen auch nicht werden. In beiden Städten gibt es ein umfangreiches Nahverkehrsangebot mit zahlreichen Alternativen, wie Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen. Kein Pendler dürfte also auf Strecke bleiben, nur mit Verspätungen und Stehplätzen muss gerechnet werden.

August 9th, 2007 at 12:21:07
Urteil nicht nachvollziehbar…
(Foto: sw/24stunden)
Wer sich bisher angesichts des Urteils aus Nürnbergs gewundert hat, warum die deutsche Wirtschaft einen enormen Schaden erleidet, wenn die GDL für vier Stunden den Güterverkehr während der Hauptreisezeit bestreikt, der hat sic…