Mehdorn will Gewerkschaft zur Kasse bitten
Tuesday, July 10th, 2007Die Auseinandersetzung zwischen der Deutschen Bahn AG und der Lokführer Gewerkschaft GDL geht in die nächste Runde. Bahnchef Mehdorn lässt prüfen, ob die Bahn die Gewerkschaft auf Schadensersatz verklage. Mehdorn nannte den Warnstreik am Dienstag unrechtmäßig. Es dürfe nicht sein, dass eine kleine Berufsgruppe ganz Deutschland terrorisiere.
Trotz Urteil Streik
Die Warnstreiks waren von Gerichten in Düsseldorf gestern Abend für Nordrhein-Westfalen und heute morgen in Mainz auch bundesweit für unrechtmäßig erklärt worden. Trotzdem streikte die GDL, unter anderem mit der Begründung, die Beschlüsse des Gerichtes in Düsseldorf seien ihr erst gegen 8:30 Uhr zugestellt worden.
Mehdorn will hart bleiben
Mehdorn setzt im Tarifstreit mit der GDL weiterhin auf Härte. Man werde der Gewerkschaft nichts anderes anbieten, als Transnet und der GDBA. Das waren 4,5 % Prozent mehr Lohn und Gehalt, sowie eine Einmalzahlung von 600 Euro, das alles bei einer Laufzeit von 19 Monaten.
Urteil verbietet der GDL weitere Streiks
Die von der Bahn erwirkte einstweilige Verfügung verbietet der GDL bis auf weitere alle Streiks. Insbesondere betonte das Gericht, dass der Arbeitskampf gegen die Friedenspflicht verstoße. Weil neben Gehaltsforderungen auch für die Kündigung eines bestehenden Tarifvertrages gestreikt werde.
Das Urteil bleibt so lange in Kraft, bis eine der beiden Parteien Widerspruch einlegt oder ins Hauptsacheverfahren geht. Die Gewerkschaft zeigte sich kämpferisch und geht von einem Erfolg in der nächsten Instanz aus. "Wenn der Bahnvorstand uns den Fehdehandschuh hinschmeißt, werden wir ihn mannhaft aufnehmen", sagte der GDL-VorsitzendeManfred Schell Reuters TV.
Man darf gespannt sein, wie es weiter geht. Am Freitag treffen die Kontrahenten zu weiteren Verhandlungen zusammen.


