Transnet greift Lokführergewerkschaft an
Auf dem Gewerkschaftstag von Transnet in Fulda hat der Vorsitzende Norbert Hansen die Lokführergewerkschaft GDL scharf attakiert. Nach Presseberichten warf er der GDL vor, lediglich aus machtpolitischen Gründen zu streiken. Die GDL wolle mehr Einfluss im Bahnkonzern haben. Sie solle den "unsäglichen Organisations-Egoismus zu beenden". Transnet und GDBA seien oft genug auf die GDL zugegangen, jetzt sei die GDL an der Reihe.
Tarifgemeinschaft mit GDBA soll verstärkt werden
Lob gab es hingegen für die Partnergewerkschaft GDBA. Mit ihr soll die Zusammenarbeit verstärkt werden. Vor allem in der gewerkschaftzlichen Bildungsarbeit möchte man in Zukunft enger zusammen arbeiten. Darüber hinaus will man sich in der europäischen und internationalen Gewerkschaftspolitik verbindlich abstimmen.
Gewerkschaft auf Kuschelkurs mit Privatisierern
In seiner Eröffnungsrede betonte Hansen die Rolle der Gewerkschaft Transnet im Privatisierungsverfahren. "Wir schützen erfolgreich die integrierte Bahn und wehren uns erfolgreich gegen die Zerschlagung des Konzerns". Ohne Transnet gäbe es heute keine integrierte Bahn mehr. Mit dieser Position befindet sich Transnet genau auf Linie von Bahnchef Mehdorn und Verkehrsminister Tiefensee.
Lohngerechtigkeit
Die Gewerkschaftler diskutierten auch über Fragen der Lohngerechtigkeit. "Ziel der Tarifpolitik müsse es sein, 'dass unsere Mitglieder von dem, was sie verdienen, auch wirklich leben können.' Erstmals sei es auch gelungen, die Arbeitgeberseite zu verpflichten, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen. 'Die DB AG soll sich in den Dachverbänden dafür einsetzen, dass Niedriglöhne verschwinden. Das ist in einer Niederschrift festgehalten, und daran werden wir sie bei Gelegenheit erinnern.' (Quelle: transnet.org)"
