Indien - Passagiere schieben Zug an

Bahnfahren in Indien ist immer ein Abenteuer, aber was ich gestern von einem Freund aus Delhi erfahren habe ist auch für indische Verhältnisse ungewöhnlich.

Züge in Indien sind 'etwas' länger
Züge in Indien können mehr als einen Kilometer lang sein …

Durch eine Notbremsung ist ein Zug im Bundesstaat Bihar in einem stromlosen Abschnitt der Oberleitung zum Stehen gekommen. Statt den Ärger der Passagiere durch (vermutlich stundenlanges) Warten auf eine Diesellok zu provozieren, wurden die Reisenden gebeten den Zug ein Stück nach vorne zu schieben.

Züge in Indien sind 'etwas' länger
… hier ein Fernreisezug im Bahnhof von Ernakulam im Bundesstaat Kerala

In einer halben Stunde harter Arbeit ist es gelungen den Zug etwa vier Meter zu bewegen, so dass ein stromführender Abschnitt der Oberleitung erreicht wurde und der Stromabnehmer seinem Namen wieder alle Ehre machen konnte. Den indischen Zugreisenden gebührt unser aller Respekt, denn wer bei Reiszügen an europäische Zuglängen denkt liegt etwas daneben, indische Fernreise sind gerne etwas länger.

3 Responses to “Indien - Passagiere schieben Zug an”

  1. Dobschats Weblog Says:

    Und da beschwere sich noch mal jemand über die Deutsche Bahn…

    Man erlebt zwar viel Mist bei Reisen mit der Deutschen Bahn, aber bisher habe ich noch nicht davon gehört, dass Fahrgäste den Zug schieben mussten…

  2. Spaß mit der Deutschen Bahn Says:

    Andere Länder - bessere Bahn?…

    In Deutschland wird ja gerne über die Bahn gemeckert. Aber wie schlecht ist die Bahn eigentlich? Ist Bahnfahren in anderen Ländern besser? Oder wird in Deutschland einfach auf einem hohen Niveau gejammert?

    Nun, der Bericht beim Bahnb…

  3. matthias Says:

    Hallo
    ich beabsichtige in diesem Jahr Indien mit der bahn zu bereisen im 2 class
    sleeper. Wie ich bereits erfahren habe ist da alles offen, also von innen
    nicht verschließbar. Wer kann kann aus Selbstversuch berichten ob
    dass vom Sicherheitsaspekt her(Raub etc.) zu empfehlen ist.

    Danke

    Matthias

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