Schranken im Handbetrieb
Am Donnerstag öffnete sich eine Schranke in Bonn Wasserland noch während der Durchfahrt eines Güterzugs. Schon am Freitag ordnete das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) (Sitz übrigens auch in Bonn), dass alle Bahnübergänge des gleichen Typs entweder durch zusätzliche Streckenposten gesichert oder dauerhaft geschlossen werden müssen. Bundesweit sind fast 200 Bahnübergänge betroffen.

Bahnübergang Weberstraße in Bonn
In Bonn entschied man sich ab Freitag für die erste Lösung. Die Bahnübergänge werden durch Streckenposten mit einer rot-weißen Plastikgirlande gesichert und die Schranken bis auf weiteres per Hand bedient.

Streckenposten sichern den Bahnübergang per Girlande
Bei der dichten Zugfolge auf der Strecke zwischen Bonn und Koblenz können Probleme da nicht ausbleiben. Für die Anwohner kommt es zu längeren Wartezeiten an geschlossenen Schranken. Für die Bahnfahrer ist es ein wenig schlimmer. Der Nahverkehr zwischen Bonn Hauptbahnhof und Bonn Mehlem ist stark ausgedünnt. Die Züge aus Ahrweiler enden bis auf weiteres in Bonn-Mehlem, die Regionalzüge aus Wuppertal enden in Bonn Hauptbahnhof. Auch in Fernverkehr kommt es aufgrund der Störung zu leichten Verspätungen.
