Bahn startet Handy-Ticket
Ab 1. August können sich Bahnkunden unter www.bahn.de zur Teilnahme am Handy-Ticket der Bahn registrieren lassen. Die Teilnahme ist nur mit einem moderen MMS-fähigen Mobiltelefon möglich.
Nach der Suche der Verbindung, wählt der Bahnkunde die Zahlungsart (Kreditkarte oder Lastschriftverfahren) aus und schickt die Buchung bis spätestens zehn Minuten vor Abfahrt des Zuges an das Buchungssystem der Bahn. Per MMS erhält der Kunde dann einen grafischen Code zurück, der von den Kartenlesegeräten der Zugbegleiter überprüft werden kann. Bereits seit August 2004 konnten Sitzplätze per Mobiltelefon reserviert werden.
Handy-Tickets können für Normalpreis-Verbindungen mit und ohne Bahncard-Rabatt ab einer Entfernung von mindestens 50 km gebucht werden. Sparpreise, Sonderangebote und Fahrten innerhalb von Verkehrsverbünden können nicht gebucht werden.
Mit dem Handy-Ticket erweitert die Bahn ihre Möglichkeiten zum Online-Kauf von Fahrkarten. Zur Zeit liegt der Anteil, der über das Internet vertriebenen Tickets bei cirka zehn Prozent.

August 2nd, 2006 at 07:57:36
Auch wenn ich Dinge mag, die einem das Leben erleichtern, sehe ich hier zwei Probleme mit meiner ganz persönlichen Akzeptanz dieser Buchungsmöglichkeit: a) Man braucht ein MMS-Handy, ich habe keins; b) die DB kann bei dieser Art Buchung Reisedaten mit meiner Person verknüpfen, aus diesem Grund habe ich schon keine "Bonus Karte", denn das möchte ich nicht.
August 2nd, 2006 at 10:02:04
Da muss ich Igor zustimmen, unter Datenschutzaspekten betrachtet sind die elektronischen Buchungs- und Bezahlmöglichkeiten ebenso kritisch zu betrachten, wie das Bahncomfort- oder Bahnbonus-Programm. In allen Fällen können personenbezogene Reiseprofile erstellt werden.
Zwar verbieten die Datenschutzrichtlinien der Bahn eine Weitergabe an Dritte, aber ohne Widerspruch benutzt die Bahn die so erhobenen Daten zu internen Werbezwecken. D.h. ein Profil der einzelnen Reisenden wird angelegt:
August 24th, 2006 at 17:26:17
[…] Die schöne neue Online-Welt der Bahn ist für den Kunden allerdings mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, sollte die MMS ihren Empfänger nicht erreichen, oder das Handy keinen Strom mehr haben, wird es für den Passagier teuer. In diesem Fall muss eine Karte im Zug nachgelöst werden, das kostet die üblichen Nachlösegebühren. Das ursprüngliche Ticket kann gegen eine Storno-Gebühr von 15 Euro innerhalb eines Jahres umgetauscht werden. […]