Schöner schwitzen mit der Deutschen Bahn
Vergleicht man die indische Bahn mit der deutschen könnte schnell der Eindruck aufkommen, man vergleiche Äpfel mit Birnen.
Indian Railways hat ein Netz von 64.000 km Länge und eine Beförderungsleistung von rund 440 Milliarden Personenkilometer, während die Deutsche Bahn ein Netz von 34.000 km Länge betreibt und eine Beförderungsleistung von 72 Milliarden Personenkilometer erbringt.
Bei der Deutschen Bahn ist natürlich alles viel moderner, sicherer, komfortabler, pünktlicher und bequemer als bei den indischen Kollegen. Eine Sache hat die indische Bahn allerdings deutlich besser im Griff: die Klimanlagen in den Zügen.
Indien : Deutschland - 1:0
Scheint man der Konstruktion der deutschen Züge nicht daran gedacht zu haben, das es eine Jahreszeit gibt, die Sommer heisst und auch in europäischen Breiten von Zeit zu Zeit mit Temperaturen von über 20 Grad daher kommt, kann man in indischen Zügen auch zur Monsum-Zeit die Passagiere problemlos schockgefrieren.
Bitte liebe Deutsche Bahn, fliegt nach Indien und schaut euch die Klimaanlagen in indischen Zügen an. In diesem Fall heisst von der Indischen Bahn lernen, siegen und frieren lernen. Denn es ist wirklich kein Vergnügen im Intercity bei fast 40 Grad Wagontemperatur langsam gesotten und geschmort zu werden.
Häufiger Ausfall der Klimaanlage
Erklärungen der Zugbegleiter, die auf die Frage, ob es möglich sei, die Klimaanlage anzustellen, wie bei einer Fahrt von Bonn nach Hamburg erlebt, antworten: 'Ich dreh jetzt mal die Heizung voll auf, die Klimaanlage denkt nämlich, dass es im Zug zu kalt ist' schaffen auch nicht gerade Vertrauen in die sonst so hochgelobte deutsche Technik. Die kostenlos verteilten kalten Getränke, sind zwar eine nette Geste, aber leider auch nur ein schwacher Trost.
