Gedenken an Deportation gefordert
Tuesday, January 31st, 2006Bis heute möchte die Deutsche Bahn AG nicht an die Beteiligung der Deutschen Reichsbahn an der Deportation der Juden in die Konzentrationslager erinnert werden. Anders in Frankreich wo eine Wanderausstellung in Bahnhöfen der 11.000 aus Frankreich verschleppten Kinder gedachte, hat die Erinnerung auf deutschen Bahnhöfen keinen Platz.
Demonstrationen in verschieden Städten, anlässlich des Holocaustgedenktages, gedachten am Wochenende der Beteiligung der Reichsbahn am Holocaust. Allein in Köln versammelten sich mehr als 200 Menschen in der Bahnhofshalle. Mit einer Skulptur aus grauen Koffern mit dem Titel “Warten auf den Zug” wurde auf das Schicksal der Deportierten aufmerksam gemacht. Überlebende, wie Tamar Dreifuss berichteten über ihre Deportation im Alter von fünf Jahren. Der von der Bahn herbeigerufene Bundesgrenzschutz und die Polizei griffen während der Veranstaltung nicht ein.
Im Anschluss an die Veranstaltung wurde auf dem Bahnhofsvorplatz ein Denkmal des durch seine ‘Stolpersteine’ bekannten Künstlers Gunter Demnig errichtet. Bilder und weitere Berichte über die Demonstrationen finden sich hier: Hagalil-Online, Arbeiter Fotografie mit Bildern von der Demonstration in Köln, TAZ NRW, German-Foreign-Policy.com, Flyer der Gewerkschaft ver.di (PDF)
